Mattis widerspricht Trump: 32.000 US-Soldaten bleiben in Südkorea

Mattis widerspricht Trump: 32.000 US-Soldaten bleiben in Südkorea
US-Verteidigungsminister James Mattis spricht mit dem südkoreanischen Verteidigungsminister Song Young-moo (nicht abgebildet) am 28. Juni 2018 in Seoul, Südkorea.
US-Verteidigungsminister James Mattis hat unterstrichen, die USA würden unter allen Umständen ihre Militärpräsenz in Südkorea beibehalten. Diese Aussagen stehen in Widerspruch zu jenen von Präsident Trump, der die US-Soldaten abziehen will.

Bei den Gesprächen mit dem südkoreanischen Verteidigungsminister Song Young-moo in Seoul am Donnerstag unterstützte der Pentagon-Chef Trumps Entscheidung, Militärmanöver mit Südkorea einzustellen, sagte aber, dass US-Truppen auf der Halbinsel bleiben würden.

Nordkoreanische Militärs applaudieren nach einem gelungenen Atomwaffentest, Pjöngjang, Nordkorea, 26. Mai 2009.

"Das Engagement der USA für Südkorea bleibt unumstritten, und die USA werden weiterhin alle diplomatischen und militärischen Möglichkeiten nutzen, um dieses Engagement aufrechtzuerhalten. Dieses schließt das Beibehalten der gegenwärtigen US-Streitkräfteniveaus auf der Koreanischen Halbinsel ein", wird Mattis von der Nachrichtenagentur Yonhap zitiert.

Anfang dieses Monats kurz nach dem historischen Gipfel mit dem nordkoreanischen Führer Kim Jong-un am 12. Juni sagte Trump, er wolle "unsere Soldaten rausholen", aber ein sofortiger Rückzug wurde nicht diskutiert. Das Trump-Kim-Gespräch endete mit der Ankündigung, US-amerikanische Kriegsübungen in der Region zu unterbrechen, die der US-Präsident als "sehr provokant" und teuer umschrieb.

"Die jüngste Entscheidung, die 'Freedom Guardian'-Übung auszusetzen, bietet unseren Diplomaten bessere Verhandlungsmöglichkeiten, was die Aussichten auf eine friedliche Lösung auf der Koreanischen Halbinsel erhöht", sagte Mattis. Er fügte hinzu, dass Washington und Seoul immer noch "bereit sind, sich gegen jede Bedrohung zu verteidigen".

Laut Trump sind 32.000 US-Soldaten in Südkorea stationiert. Das Land beherbergt auch ein US-Terminal High Altitude Area Defense (THAAD) Raketenabwehrsystem, das im vergangenen Jahr inmitten erhöhter Spannungen in der Region eingesetzt wurde.

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