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Trotz Annäherungsversuchen Pjöngjangs: USA kündigen neue Sanktionen gegen Nordkorea an

Trotz Annäherungsversuchen Pjöngjangs: USA kündigen neue Sanktionen gegen Nordkorea an
Rosenmontagszug in Düsseldorf, Deutschland, 12. Februar 2018.
Am Dienstag kündigte das US-Außenministerium neue Sanktionen gegen Nordkorea an. Pjöngjang habe chemische Waffen eingesetzt, um Kim Jong-uns Halbbruder zu ermorden. Anfang der Woche hatte sich Nordkorea gegenüber Seoul gesprächsbereit gezeigt.

Kim Jong-nam, der Halbbruder des nordkoreanischen Regierungsoberhaupts Kim Jong-un, lebte im chinesischen Macau und kam im Februar vergangenen Jahres in Kuala Lumpur ums Leben. Zwei Frauen überfielen ihn am Flughafen und sprühten ihm eine Substanz ins Gesicht. Später sagte ein Chemiker, dass bei den beiden Frauen Spuren des Nervengifts VX gefunden wurden. Die neuen Sanktionsankündigungen aus Washington fallen in eine Zeit der Annäherung zwischen Nord- und Südkorea, die mit den Winterspielen im südkoreanischen Pyeongchang begonnen hatte. 

Die nordkoreanische Regierung habe sich der verbotenen chemischen Substanz VX bedient, um Kim Jong-nam damit zu töten. 

Kim Jo-yong, Schwester von Kim Jong-un, neben dem südkoreanischen Premierminister Moon Jae-in bei einem Konzertbesuch des nordkoreanischen Samjiyon-Orchesters, Seoul, Südkorea, 11. Februar 2018.

Die Sprecherin des US-Außenministeriums, Heather Nauert, in einer Erklärung: 

Diese öffentliche Zurschaustellung des Missachtens allgemeiner Richtlinien zum Einsatz von Chemiewaffen beweist erneut die internationale Normen verachtende Natur Nordkoreas und zeigt deutlich, dass wir es uns nicht leisten können, das nordkoreanische WMD-Programm in jedweder Art zu unterstützen. 

Am Montag war eine südkoreanische Delegation der Regierung unter Leitung des Nationalen Sicherheitsberaters Chung Eui-yong nach Pjöngjang gereist, um eine weitere Annäherung zwischen Pjöngjang und Seoul zu besprechen. Es wurde Konsens über einen Fünf-Punkte-Plan erzielt. Dieser soll Spannungen auf der Koreanischen Halbinsel beseitigen und die atomare Abrüstung vorantreiben. Pjöngjang sei gewillt, von Nuklearwaffen und Atomtests abzurücken, wenn die Sicherheit für Land und Bewohner garantiert würde. 

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Einigung zwischen Nord- und Südkorea ohne besondere Forderungen aus Pjöngjang

Die Gesprächspartner einigten sich auch auf eine Fortsetzung des diplomatischen Wegs für Ende April. Schauplatz soll das Friedenshaus im Grenzdorf Panmunjeom auf südkoreanischer Seite sein. Nordkorea sprach sich auch für eine Teilnahme von Vertretern aus Washington aus. Der südkoreanische Sicherheitsberater Chung dazu:

Die nordkoreanische Seite erklärte, dass sie die Intention habe, mit den USA offen zu sprechen, um die Angelegenheit der atomaren Abrüstung zu diskutieren und die nordkoreanisch-amerikanischen Beziehungen zu normalisieren. 

Spezielle Forderungen habe Kim Jong-un nicht an Südkorea gestellt, so Chung. Der Direktor des südkoreanischen Geheimdienstes Suh Soon wird in dieser Woche noch nach Washington reisen, um die Ergebnisse des Treffens darzulegen. Auch Tokio und Peking wolle man informieren. Chung bezeichnete die Zusammenkunft als einen "wichtigen Wendepunkt, um Frieden herzustellen und die inter-koreanischen Beziehungen zu verbessern". 

Kampfstoff VX noch stärker als Sarin

Kim Jong-nam soll Medienberichten zufolge zwölf Flaschen mit dem Gegengift Atropin in seinem Rucksack gehabt haben. Eine Expertin sagte nach dem Tod Kim Jong-nams, dass seine Symptome auch von einer Pestizidvergiftung herrühren könnten und nicht zwingend von dem Nervengift VX. Der chemische Kampfstoff VX, der weitaus stärker ist als Sarin, dringt über Haut, Augen und Atemwege in den Körper ein und lähmt die Atemmuskulatur. Innerhalb weniger Minuten führt dieser unter starken Schmerzen und Krämpfen zum Tod. Die Vereinten Nationen listeten das VX als Massenvernichtungswaffe. 

Neueste Aufnahmen zeigen den vergifteten Halbbruder von Kim Jong-un kurz vor seinem Tod:

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