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Maduro: Venezuela schließt die Grenze zu Brasilien, möglicherweise auch zu Kolumbien

Maduro: Venezuela schließt die Grenze zu Brasilien, möglicherweise auch zu Kolumbien
Mitglieder der Bolivarischen Nationalgarde von Venezuela patrouillieren auf der internationalen Brücke Tienditas in Urena an der Grenze zu Kolumbien, 12. Februar, 2019.
Venezuela schließt ab Donnerstagabend seine Grenze zu Brasilien, wie Präsident Nicolás Maduro ankündigte. Er fügte hinzu, dass die gleiche Maßnahme für die Grenze zu Kolumbien gelten könne, obwohl er dies nicht anordnen wolle.

Das venezolanische Militär wurde angewiesen, das Reiseverbot im Luftraum und auf See bis auf Weiteres durchzusetzen, sagte Maduro am Donnerstag während einer im Fernsehen übertragenen Rede in einem militärischen Hauptquartier.

Ab heute bleibt die Grenze zu Brasilien geschlossen", so der Präsident. Zuvor hatte die sozialistische Regierung bereits die Grenze zu den niederländischen Karibikinseln Curaçao, Aruba und Bonaire geschlossen.

Die Grenze nach Kolumbien ist für Fahrzeuge schon seit Jahren weitgehend geschlossen.

Ich denke auch über die totale Schließung der Grenze nach Kolumbien nach", sagte Maduro. "Ich möchte eine offene Grenze ohne Provokationen und Aggressionen, aber als Staatschef und Oberbefehlshaber der Streitkräfte bin ich dazu verpflichtet, Ruhe und Frieden sicherzustellen."

Maduro sagte, er wolle keine solche Entscheidung treffen, sondern überlege, ob er den Grenzverkehr mit Kolumbien unterbrechen könne. Sowohl Brasilien als auch Kolumbien dienen als Transitländer für Sendungen jeglicher Güter nach Venezuela.

Der kolumbianische Präsident Iván Duque während einer Pressekonferenz in Bogotá, 4. Februar 2019

Aufgrund der Versuche Washingtons, entgegen den Willen der Regierung sogenannte humanitäre Hilfe nach Venezuela zu bringen, fallen die aktuellen Beschränkungen in eine angespannte Situation. Die USA betrachten Maduro als Usurpator und erkennen als Staatsoberhaupt den selbsternannten Interimspräsidenten Juan Guaidó an, dessen Oppositionsgruppe Empfänger der "Hilfe" ist.

Am Samstag will Guaidó die Hilfsgüter ins Land holen. Am Donnerstag früh sagte Guaidó, dass er persönlich die Grenze zu Kolumbien besuchen wird, um die Sendung aus den USA zu erhalten und drängte die Fahrer, mit ihm zu gehen und den Grenzschutzbeamten zu trotzen, die Befehl haben, die Lieferung zu verhindern.

Auch in Brasilien sollten Sammelstellen für Lebensmittel und Medikamente eingerichtet werden. Die brasilianische Regierung des rechtspopulistischen Präsidenten Jair Bolsonaro unterstützt im Machtkampf in Venezuela den von den USA favourisierten Guaidó.

Die Regierung Maduros ist misstrauisch gegenüber dem von den USA angekündigten Plan, auf Bitten der venezolanischen Opposition humanitäre Hilfe zu leisten. Der US-Gesandte für Venezuela, Elliott Abrams, ist bekannt dafür, humanitäre Konvois zu missbrauchen, um Waffen in lateinamerikanische Länder zu schmuggeln, in denen Washington einen Regimewechsel vorsieht. Caracas und zahlreiche Beobachter befürchten, dass Abrams im Fall Venezuelas dem gleichen Drehbuch folgt.

Der kolumbianischen Regierung von Präsident Iván Duque wirft der venezolanische Präsident vor, gemeinsam mit der Opposition in seinem Land und den USA eine Verschwörung gegen seine Regierung zu schmieden.

Ich mache Iván Duque für jede Art von Gewalt verantwortlich, die an der Grenze zwischen Kolumbien und Venezuela ausbrechen könnte".

Für Freitag war auf der kolumbianischen Seite der Grenze ein Benefizkonzert für Venezuela geplant. Auf der anderen Seite der Grenze wollte Maduros Regierung unter dem Motto "Hände weg von Venezuela" ein Gegenkonzert veranstalten.

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Am Samstag flogen US-Militärflugzeuge Tonnen von humanitärer Hilfe in die kolumbianische Grenzstadt Cúcuta:

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