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Peking antwortet auf Washingtons Zölle mit massiven Goldkäufen

Peking antwortet auf Washingtons Zölle mit massiven Goldkäufen
Der Handelskrieg zwischen China und den USA setzt sich fort – eine Lösung ist nicht in Sicht. Um seine Devisenbestände zu diversifizieren, kauft Peking mehr Gold. Experten schätzen, dass das Reich der Mitte in diesem Jahr bis zu 150 Tonnen Gold erwerben könnte.

Chinas riesige Goldvorräte erfuhren im Mai einen weiteren Zuwachs in ihrem kontinuierlichen Anstieg im sechsten Monat in Folge. Das zeigen die neuesten Daten, die von der chinesischen Zentralbank veröffentlicht wurden.

Im vergangenen Monat erhöhte die chinesische Zentralbank ihre Goldreserven auf 61,61 Millionen Unzen, gegenüber 61,10 Millionen im Vormonat. Ende Mai wurde der Vorrat des Landes auf einen Gesamtwert von 79,83 Milliarden US-Dollar geschätzt. Im April lag er noch bei 78,35 Milliarden US-Dollar. In Tonnage bedeutet dies einen Anstieg um 15,86 Tonnen, nachdem innerhalb der letzten fünf Monate fast 58 Tonnen Gold dazukamen.

Ein Showroom mit 5G-Technologie in Huaweis Hauptsitz in Shenzhen, Provinz Guangdong, China, 29. Mai 2019

Im Mai stiegen die gesamten Devisenreserven des Landes, die als größte der Welt gelten, angeblich um sechs Milliarden US-Dollar und erreichten einen Gesamtwert von 3,101 Billionen US-Dollar. Der Anstieg widerspricht den Erwartungen der von Reuters befragten Analysten, die einen Rückgang der Reserven um fünf Milliarden auf 3.090 Billionen US-Dollar prognostizierten.

Der jüngste Schub für Pekings Goldvorrat spiegelt Berichten zufolge Chinas Schritt zur Diversifizierung seiner Gold- und Devisenbestände inmitten des langwierigen Handelsstreits mit den USA wider.

Chinesische Behörden streben eine "entschlossene Diversifizierung" ohne US-Dollar-Anlagen an, so Helen Lau, Analystin bei Argonaut Securities. Die Expertin erwartet, dass China bis Ende des laufenden Jahres 150 Tonnen Gold kaufen wird.

Die beiden größten Volkswirtschaften der Welt fechten derzeit einen hitzigen Handelsstreit aus, der dazu geführt hat, dass Zölle in Milliardenhöhe auf gegenseitige Exporte erhoben wurden. In der jüngsten Eskalation belegten die USA chinesische Waren im Wert von 200 Milliarden US-Dollar mit Sonderzöllen in Höhe von 25 Prozent. Als Reaktion darauf verhängte China Zölle von 25 Prozent auf 5.000 US-Produkte im Wert von 60 Milliarden US-Dollar.

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