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Australien steht vor Müllkrise wegen Indiens Einfuhrverbot von Plastikabfällen

Australien steht vor Müllkrise wegen Indiens Einfuhrverbot von Plastikabfällen
Australien steht eine ernste Recycling-Krise bevor, weil das Land einen der größten Abnehmer für seinen wiederverwertbaren Müll verloren hat. Indien folgte Chinas Beispiel und kündigte im März ein vollständiges Verbot der Einfuhr von Kunststoffabfällen an.

Die Wiederverarbeitung von Müll sei "stark gefährdet", warnte der Australian Council of Recycling und wies auf die Schließung der asiatischen Märkte hin. Im vergangenen Dezember importierte Indien 13 Prozent der gesamten Abfallausfuhren Australiens. Der Vorstandsvorsitzende des Australian Council of Recycling, Peter Shmigel, erklärte:

Wir sind wieder da, wo wir mit der China-Krise begannen, jedoch noch schlimmer dran, weil wir weniger alternative Märkte haben.

Auf der ganzen Welt häufen sich Recycling-Abfälle, nachdem China im vergangenen Jahr den Import von derartigem Müll einstellte. Das Importverbot des Landes für 24 Arten von festen Abfallstoffen hat zu einer starken Überlastung der weltweiten Recyclingindustrie geführt.

Statistisch gesehen sanken die australischen Abfallausfuhren nach China im vergangenen Geschäftsjahr zwar um 41 Prozent, im Allgemeinen stiegen die gesamten Abfallausfuhren Australiens jedoch um fünf Prozent.

Obwohl andere Länder (darunter Indien, Indonesien, Vietnam und Malaysia) mehr von Australiens recycelbarem Müll aufnahmen, kam es zu gefährlichen Lagerbeständen an recycelbarem Material, die Müllausfuhrunternehmen dazu zwangen nach alternativen Überseemärkten zu suchen.

Malaysia und Thailand kündigten bereits ein Verbot der Einfuhr von Kunststoffabfällen ab dem Jahr 2021 an.

In einer Analyse der australischen Abfallausfuhren, die vom Ministerium für Umwelt und Energie in Auftrag gegeben wurde, heißt es dazu:

Wenn Malaysia, Vietnam und Thailand ähnlich wie in China Einfuhrverbote für Abfälle erlassen würden, müsste Australien, basierend auf den Exportmengen der Jahre 2017/18, Ersatzmärkte für etwa 1,29 Millionen Tonnen Abfälle im Jahr finden.

Laut der australischen Umweltministerin Melissa Price kamen die Beamten des Landes bereits zweimal zusammen, um "Ziele, Maßnahmen und Meilensteine" für einen "nationalen Aktionsplan" zu entwerfen, der auf Prioritäten wie der Reduzierung der Kunststoffverschmutzung und der steigenden Nachfrage nach recycelten Materialien durch Beschaffung basiert.

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