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Tarifkonflikt bei der Deutschen Bahn: Keine Einigung in Sicht

Tarifkonflikt bei der Deutschen Bahn: Keine Einigung in Sicht
Nicht nur am Bahnsteig, auch bei Tarifverhandlungen der Bahn gilt: Manchmal dauert es. Die Eisenbahner-Gewerkschaft EVG und die Deutsche Bahn AG konnten sich noch nicht einigen, trotz des Warnstreiks. Weitere Arbeitskampfmaßnahmen sind noch nicht angekündigt.

Die Tarifparteien konnten sich trotz des Warnstreiks der EVG nicht einigen. Die Tarifverhandlungen bei dem Bundeskonzern ziehen sich hin. Vertreter der Bahn und der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) tagen seit Dienstag in einem Berliner Hotel, die Verhandlungen sind aber seit dem späten Mittwochabend unterbrochen. Die EVG hatte in der Nacht angekündigt, die Verhandlungen für rund 160.000 Beschäftigte am Donnerstagvormittag nach internen Beratungen fortzusetzen. Bislang ist die Gewerkschaft aber nicht an den Verhandlungstisch zurückgekehrt.

Beide Seiten berieten am Donnerstag intern und gaben noch keine Stellungnahmen ab. Weitere Warnstreiks sind derzeit nicht angekündigt.

Die Bahn hatte der EVG und der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) am Mittwoch ein neues Angebot für Einkommenserhöhungen vorgelegt. Die GDL, die in Eisenach tagt, wies es jedoch zurück. Zuvor hatte sie ihre Verhandlungen für rund 36.000 Beschäftigte des Zugpersonals für gescheitert erklärt. Anders als die EVG kann die GDL im Moment aber nicht zu Streiks aufrufen. Laut einer Vereinbarung mit der Bahn muss es zunächst ein Schlichtungsverfahren geben.

Die EVG hatte am Montag zu einem Warnstreik aufgerufen, der den Zugverkehr in weiten Teilen Deutschlands lahmlegte. Das bis dahin vorliegende Tarifangebot der Bahn hatte der Gewerkschaft nicht gereicht.

Der Konzern hatte am vorigen Wochenende eine Einkommenserhöhung in zwei Stufen angeboten: 2,5 Prozent zum 1. März 2019, weitere 2,6 Prozent zum 1. Januar 2020 sowie eine Einmalzahlung von 500 Euro, bei einer Vertragslaufzeit von 29 Monaten. Die Gewerkschaften waren vor zwei Monaten mit der Forderung von insgesamt 7,5 Prozent über zwei Jahre in die Verhandlungen gegangen.

Details zum jetzt vorliegenden Angebot nannte die Bahn nicht. GDL-Chef Claus Weselsky hatte am Mittwoch dem SWR erklärt, als erste Erhöhungsstufe biete die Bahn nun 3,2 Prozent. Sie verlange zugleich aber mit 34 Monaten eine längere Laufzeit des Tarifvertrags. Je länger die Laufzeit eines Vertrages ist, desto geringer fällt die effektive Lohnerhöhung auf ein Jahr gesehen aus. Seit April 2018 ist die Inflation verhältnismäßig rasch angestiegen, von 1,6 auf 2,3 Prozent, zeitweilig sogar 2,5 Prozent. Somit liegt die von den Gewerkschaften geforderte jährliche Lohnerhöhung effektiv nur knapp über der aktuellen Inflationsrate.

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(dpa/rt deutsch)

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