Handelskrieg: Trump will Zölle auf chinesische Waren um 200 Milliarden US-Dollar erhöhen

Handelskrieg: Trump will Zölle auf chinesische Waren um 200 Milliarden US-Dollar erhöhen
Yangshan Hafen, der größte Containerhafen der Welt im chinesischen Schanghai.
US-Präsident Donald Trump wies seine Administration am Donnerstag an, mit der Erhebung weiterer Zölle in Höhe von 200 Milliarden US-Dollar auf chinesische Produkte fortzufahren. Die Verhandlungen seiner Minister mit den Chinesen werden vorerst ausgesetzt.

Einem Bericht von Bloomberg zufolge beschloss US-Präsident Donald Trump zusätzliche Zölle auf chinesische Waren im Wert von etwa 200 Milliarden US-Dollar. Die Anweisung erfolgte demnach trotz der Versuche des Finanzministeriums, die Gespräche mit Peking wieder aufzunehmen.

Symbolbild: Arbeiter in Hanoi, Vietnam, 27. Januar 2015.

Die US-Regierung soll beschlossen haben, die öffentliche Bekanntgabe der Maßnahme "aufgrund von Bedenken, die in öffentlichen Kommentaren geäußert wurden", zu verschieben.

Trump habe die neue Maßnahme im Handelskrieg mit China beschlossen, nachdem er Finanzminister Steven Mnuchin, Handelsminister Wilbur Ross und den US-Handelsbeauftragten Robert Lighthizer getroffen hatte, so die Quellen von Bloomberg. Mnuchin versuchte zuvor, Verhandlungen mit China in Gang zu setzen. Peking reagierte auf die bereist verhängten US-Zölle mit entsprechenden Gegenmaßnahmen und betonte, in Zukunft weiterhin so zu handeln.

Nachdem die Periode der öffentlichen Kommentare zu den vorgeschlagenen Zollerhöhungen um zusätzliche 200 Milliarden US-Dollar auf chinesische Waren letzte Woche abgelaufen war, kündigte Trump an, dass diese bald eingeführt werden. Er präsentierte aber keinen Zeitplan. Der Präsident sagte auf Twitter, dass die USA im Handelskrieg mit Peking die Oberhand hätten und drohte damit, die Zölle auf praktisch alle chinesischen Importe auszuweiten.

Trump hat neben China auch Handelskonflikte mit einer Reihe von Partnern, darunter die Europäische Union, losgetreten. Er begründet die Maßnahmen mit dem Handelsdefizit der USA. Trump erhofft sich von den Maßnahmen, dass diese die heimische Produktion stärken und wettbewerbsfähiger als die ausländischen Hersteller machen.

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