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Russland erwartet Lockerungen bei OPEC+-Ölförderungskürzungen im August

Russland erwartet Lockerungen bei OPEC+-Ölförderungskürzungen im August
Die OPEC+-Gruppe diskutiert weder, noch plant sie Änderungen an ihrem Deal über Förderkürzungen, der für August eine Lockerung der Kürzungen vorsieht. Das teilte Russlands Energieminister Alexander Nowak bei einer Online-Konferenz am Donnerstag mit.

Die OPEC+, angeführt von Russland und dem OPEC-Top-Produzenten Saudi-Arabien, einigte sich im Juni darauf, die Rekordproduktionskürzungen von 9,7 Millionen Barrel pro Tag um einen Monat bis Ende Juli zu verlängern.

Gemäß der ursprünglichen, im April getroffenen Vereinbarung sollte die OPEC+ die kombinierte Produktion für zwei Monate – Mai und Juni – um 9,7 Millionen Barrel pro Tag kürzen und diese dann auf 7,7 Millionen Barrel pro Tag abschwächen, um bis Ende des Jahres in Kraft zu bleiben. Ab Januar 2021 würden die Förderkürzungen dann weiter auf 5,8 Millionen Barrel pro Tag gelockert, um bis Ende April 2022 in Kraft zu bleiben.

Laut dem russischen Energieminister Alexander Nowak diskutiert die Gruppe keine weiteren Änderungen der Parameter des Abkommens für die Zeit nach dem Juli. Er wies darauf hin, dass die Ölproduzenten damit beginnen werden, die Rekordkürzungen von 9,7 Millionen Barrel pro Tag auf 7,7 Millionen Barrel pro Tag zu lockern.

Zum weltweiten Ölangebot während des Nachfrageeinbruchs im April vermutete der russische Minister, dass das Ölüberangebot wahrscheinlich eine Milliarde Barrel erreicht habe, als die Nachfrage durch die Pandemie und die Maßnahmen zu ihrer Eindämmung am schlimmsten betroffen war.

Die OPEC+ habe jedoch begonnen, das Gleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage zu beeinflussen, wodurch das Überangebot im Juni weiter schrumpfte. Er fügte hinzu:

Ich hoffe, dass die Zahlen im Juli zeigen werden, dass wir ein Marktgleichgewicht und sogar ein Angebotsdefizit erreicht haben. 

Während Russland damit rechnet, dass die OPEC+-Förderkürzungen ab August nachlassen werden, ist OPEC-Führer Saudi-Arabien immer noch damit beschäftigt, Nachzügler wie den Irak, Nigeria und Angola dazu zu bringen, ihre Quoten einzuhalten und frühere Nichteinhaltungen im Mai und Juni auszugleichen.

Der saudische Energieminister, Prinz Abdulaziz bin Salman, drohte mit einem neuen Ölpreiskrieg, falls Angola und Nigeria sich nicht an die Vorgaben halten, berichtete das Wall Street Journal am Mittwoch mit dem Verweis auf Delegierte.  

Mehr zum Thema - Saudi-Arabiens Ölexporte in die USA fallen auf tiefsten Stand seit 35 Jahren

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