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Saudi-Arabiens Ölexporte in die USA fallen auf tiefsten Stand seit 35 Jahren

Saudi-Arabiens Ölexporte in die USA fallen auf tiefsten Stand seit 35 Jahren
Ein Öltanker wird am Ölterminal Ras Tanura von Saudi Aramco in Saudi-Arabien gefüllt
Saudische Erdölexporte in die USA nehmen in den vergangenen Monaten deutlich ab und könnten bald den tiefsten Stand seit 35 Jahren erreichen. Dies berichtet Bloomberg und weist darauf hin, dass die Entwicklung dabei helfe, überlastete US-Lagerkapazitäten zu entlasten.

Saudi-Arabien kürzt in diesem Monat seine Rohölexporte in die USA erheblich, wobei die Lieferungen wahrscheinlich ein 35-Jahrestief erreichen und den Überhang an US-Ölbeständen verringern werden. Dies berichtet Bloomberg unter Berufung auf Daten der Tankerverfolgung.

Die drastische Kürzung der saudischen Rohölexporte in die USA ist eine radikale Abkehr von der Taktik des Königreichs von vor zwei Monaten, als man während des sogenannten Preiskriegs mit Russland Ende März und Anfang April eine Flotte von Supertankern schickte, um den US-Markt mit Öl zu überschwemmen. Im April fiel die Tankerflotte aus Saudi-Arabien zeitlich mit dem massiven Verlust der Ölnachfrage zusammen und drohte, die Lagerkapazitäten der USA zu überlasten.

Doch nachdem Saudi-Arabien und Russland einen neuen Vertrag geschlossen hatten, um die OPEC+-Förderung auf ein Rekordtief zu kürzen und so die Ölpreise zu stützen, scheint Riad nun die Absicht zu haben, zum Abbau der US-Lagerbestände beizutragen. Hierfür will man die Lieferung an die USA, jenen Markt, der wöchentlich seine Rohölbestände bekannt gibt, zurückhalten.

Laut den von Bloomberg zusammengetragenen Daten zur Verfolgung der Tankschifffahrt schickte Saudi-Arabien in der ersten Junihälfte nur eine Ladung Rohöl in die Vereinigten Staaten, was etwa 133.000 Barrel pro Tag entspricht. Dem stehen geschätzte 1,3 Millionen Barrel pro Tag an saudischem Öl gegenüber, die im April in die Vereinigten Staaten verschifft wurden.

Einige saudische Tanker teilten ihren endgültigen Bestimmungsort noch nicht mit, doch wenn das Tempo der saudischen Rohölexporte in die USA bis Ende Juni anhält, würden sie den niedrigsten Stand seit 35 Jahren erreichen. Dies würde dazu beitragen, einen Teil der US-Lagerbestände abzubauen, die wegen des Nachfrageausfalls während des Lockdowns oberhalb des Fünfjahresdurchschnitts liegen.

In der vergangenen Woche meldete die US-Energiebehörde einen Anstieg der US-Rohöllagerbestände um 5,7 Millionen Barrel für die Woche bis zum 5. Juni sowie eine Zunahme der Kraftstoffvorräte.

Mit 538,1 Millionen Barrel lagen die US-Rohölbestände auf einem Rekordhoch und weit über der Fünfjahresspanne für diese Zeit des Jahres. Im Vergleichszeitraum des vergangenen Jahres betrugen die kommerziellen US-Rohöllagerbestände 485,5 Millionen Barrel. Die Benzinnachfrage in den USA belief sich in der Woche bis zum 5. Juni auf durchschnittlich 7,9 Millionen Barrel pro Tag, gegenüber 7,55 Millionen Barrel pro Tag in der Vorwoche. Hiermit lag sie den EIA-Daten zufolge jedoch noch immer deutlich unter der Nachfrage von 9,877 Millionen Barrel pro Tag für die gleiche Woche vor einem Jahr.   

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