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Hamsterkäufe und Schwarzmarktgeschäfte: Russland verhängt Ausfuhrverbot für Atemschutzmasken

Hamsterkäufe und Schwarzmarktgeschäfte: Russland verhängt Ausfuhrverbot für Atemschutzmasken
Leergefegter Virenschutz: Russland geht gegen Engpässe bei Atemschutzmasken mit Ausfuhrverbot vor (Symbolbild)
In den Apotheken von Moskau und anderen Großstädten Russlands sind derzeit kaum noch Atemschutzmasken erhältlich. Wegen der COVID-19-Ausbrüche in Asien und Europa geht jetzt die russische Regierung gegen Engpässe bei Schutzkleidung im Inland mit einem Exportverbot vor.

Die russische Regierung hat vor dem Hintergrund der zunehmenden COVID-19-Erkrankungen in Europa und Asien ein vorübergehendes Ausfuhrverbot für einige medizinische Geräte und Desinfektionsmittel verhängt. Auch Schutzbekleidungen, darunter Atemschutzmasken, dürfen nicht ins Ausland exportiert werden. Die Einschränkung gilt vorerst bis zum 1. Juni 2020.

Eine Frau mit einer schützenden Gesichtsmaske geht in Bangkok

Der vom russischen Ministerpräsidenten Michail Mischustin unterzeichnete Erlass sieht allerdings einige Ausnahmen vor. So dürfen Reisende weiterhin eine gewisse Menge von Artikeln aus der Verbotsliste für ihren Eigenbedarf mit ins Ausland nehmen. Darüber hinaus behält sich die russische Regierung das Recht vor, solche Artikel als humanitäre Hilfe in andere Länder zu liefern.

Die Maßnahme soll in erster Linie Engpässe und Schwarzmarktgeschäfte im Inland verhindern. Zuvor hat der Föderale Antimonopoldienst Anzeichen einer Kartellabsprache unter Lieferanten von Atemschutzmasken aufgedeckt. In Sankt Petersburg stiegen die Preise auf über das Eineinhalbfache. Außerdem registrierte die russische Behörde Engpässe bei Einweg-Mundschutz in mehreren Städten, darunter auch Moskau. Dafür gab es mindestens zwei Ursachen. Einerseits gab es Hamsterkäufe, andererseits massenhafte Exporte ins Ausland.

Somit entstand eine Situation, in der sich viele russische Bürger und Organisationen über das fehlende Angebot in Apotheken zu beschweren begannen. Dabei teilte die Direktorin eines Unternehmens gegenüber dem russischen Fernsehsender Rossija mit, dass sich die Produktion der Atemschutzmasken verdoppelt habe. Ihr Unternehmen arbeite nun in zwei Schichten rund um die Uhr. Nach Angaben des russischen Fernsehens nahmen umso mehr Schwarzmarktgeschäfte über das Internet zu. Exporte gingen unter anderem nach Italien, wo die in Russland hergestellte Schutzkleidung bislang zu viel höheren Preisen verkauft wurde.

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