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Coronavirus: Große russische Reiseunternehmen stellen Verkauf von Reisen nach China ein

Coronavirus: Große russische Reiseunternehmen stellen Verkauf von Reisen nach China ein
Symbolbild
Größere russische Reiseunternehmen stellten den Verkauf von Reisen in das Nachbarland China ein. Als Grund wird der Ausbruch des Coronavirus angegeben. Eine Evakuierung der russischen Touristen aus China wurde Berichten zufolge jedoch bisher nicht diskutiert.

Russlands größte Reiseunternehmen haben in Übereinstimmung mit früheren Empfehlungen der Föderalen Agentur für Tourismus (Rosturism) den Verkauf von Reisen nach China wegen des Ausbruchs des neuartigen Coronavirus ausgesetzt. Das teilte der Verband der Reiseveranstalter in Russland (ATOR) in einer Erklärung mit. Darin heißt es:

Mit einem Thermalscanner wurden am 23. Januar Passagiere am Tianhe-Flughafen von Wuhan nach Anzeichen von Fieber kontrolliert. Sie durften die Stadt nicht verlassen.

In Übereinstimmung mit den Empfehlungen von Rosturism vom 24. Januar stellten die russischen Reiseveranstalter den Verkauf von Reisen nach China ein.

Weiter hieß es in der Erklärung des Verbands, dass Flüge in das Nachbarland China bisher nicht storniert wurden.

In den am Freitag veröffentlichten Empfehlungen riet Rosturism russischen Touristen von Reisen nach China ab. Den russischen Reisebüros wurde empfohlen, den Verkauf von Reisen nach China auszusetzen, bis sich die epidemiologische Situation im Land wieder normalisiert hat. Touristen, die bereit sind, ihre bevorstehende Reise zu stornieren, haben Anspruch auf eine volle Entschädigung.

Eine Evakuierung russischer Touristen aus China wurde laut einer Rosturism nahestehenden Quelle bisher nicht diskutiert.

China war in den ersten neun Monaten des Jahres 2019 das viertbeliebteste Ziel russischer Touristen, sagte die Sprecherin des russischen Verbandes der Reiseindustrie Irina Tjurina der Nachrichtenagentur TASS. Dabei sei die tropische Ferieninsel Hainan das beliebteste Reiseziel der Russen in China.

Nach Angaben der ATOR-Exekutivdirektorin Maja Lomidse befinden sich derzeit etwa 6.000 bis 7.000 russische Touristen in China, etwa 5.000 bis 6.000 von ihnen halten sich auf Hainan auf.

Am 31. Dezember 2019 informierten die chinesischen Behörden die Weltgesundheitsorganisation (WHO) über den Ausbruch des neuen Typs von Lungenentzündung in Wuhan, einer Stadt mit mehr als elf Millionen Einwohnern. Der Verursacher – das 2019-nCoV-Coronavirus – wurde am 7. Januar 2020 identifiziert.

Nach den letzten Daten wurden in China etwa 900 Menschen mit der neuen Krankheit infiziert, 26 von ihnen starben. Das Coronavirus wurde auch in Vietnam, Südkorea, den Vereinigten Staaten, Singapur und Japan identifiziert. Am 23. Januar verzichtete die WHO darauf, wegen des Ausbruchs des aus China stammenden Virus einen internationalen Notstand auszurufen.

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