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Kreml über Cyber-Operationen gegen Russland: Große Zahl der Angriffe kommen aus den USA

Kreml über Cyber-Operationen gegen Russland: Große Zahl der Angriffe kommen aus den USA
Russland sieht sich regelmäßig mit einer "großen Zahl" von Angriffen durch US-Hacker konfrontiert, sagte der Sprecher des Kremls, Dmitri Peskow. Er kommentierte aktuelle Berichte über angebliche US-Cyberangriffe auf ein in Sankt Petersburg ansässiges Unternehmen.

"Verschiedene russische Entitäten und Einzelpersonen sind ständig einer Vielzahl von Cyberangriffen ausgesetzt, die vom US-Boden aus durchgeführt werden", sagte Peskow russischen Journalisten und beantwortete damit eine Anfrage zu einem aktuellen Bericht des Wall Street Journal, der sich mit einem solchen Angriff des US-Militärs auf eine russische Firma beschäftigte.

Britische Schulmädchen, 17. Januar 2019.

Gleichzeitig bezweifelte der Sprecher des Präsidenten den Bericht selbst, in dem es hieß, dass das US Cyber Command damit erfolgreich "abgeschaltet" habe, was in Washington, D.C. als "russische Trollfabrik" für die angebliche Einmischung in die US-Wahlen verantwortlich gemacht wird.

Der Artikel basiert fast ausschließlich auf ungenannten Quellen und ist daher schwer zu überprüfen, so der Sprecher. "Man muss diese Daten mit Vorsicht behandeln", warnte er.

Das fragliche Unternehmen ist die in St. Petersburg ansässige Internet Research Agency (IRA) - eine Firma, von der Washington sagt, dass sie angeblich Verbindungen zum Kreml hat und angeblich für fast jede der westlichen Beschuldigungen verantwortlich ist, von der wahrgenommenen Einmischung Russlands in die US-Präsidentschaftswahlen 2016 bis hin zur "Erosion des öffentlichen Konsenses über Impfungen", die sogar für einen jüngsten Masern-Ausbruch in Europa verantwortlich gemacht wurde.

Einige ungenannte US-Beamte, die vom WSJ zitiert wurden, prahlten damit, dass sie "die IRA im Grunde genommen offline genommen haben", indem sie "sie abschalteten".

Die Operation, die einer Zusammenarbeit bedurfte zwischen dem US-Cyber Command und dem berüchtigten Geheimdienst NSA, dessen eigener Appetit auf Massenüberwachung entlarvt ist, führte dazu, dass das russische Unternehmen für ein paar Tage vom Internetzugang abgeschnitten war.

Auf russischer Seite scheint niemand diesen Internetentzug bemerkt zu haben. Stattdessen merkte Peskow an, dass allerdings die Webseiten der russischen Regierung, einschließlich der offiziellen Seite des russischen Präsidenten Wladimir Putin, "ständig einer enormen Anzahl von Cyberangriffen aus Europa und Nordamerika ausgesetzt sind". Der Präsidentensprecher unterstrich:

Das ist die Realität, in der wir leben.

Der stellvertretende US-Generalstaatsanwalt Rod Rosenstein spricht auf einer Pressekonferenz über chinesisches Hacking im US-Justizministerium

Der Sprecher des Präsidenten äußerte auch seine Besorgnis darüber, dass die USA irgendwann noch weiter gehen und versuchen könnten, Russland generell vom World Wide Web auszuschließen, denn "die Rahmenverwaltung des Internets wird de facto von nur ein paar Unternehmen" ausgeübt. Er sagte auch, dass Moskau sich solcher Bedrohungen bewusst ist und der russische Gesetzgeber deshalb derzeit an einem so genannten "Gesetz für souveränes Internet" arbeitet.

Die neue Gesetzgebung würde es Russland ermöglichen, vorsorglich einen speziellen Mechanismus zu schaffen, der verhindern soll, dass eine ausländische Macht Russland den Zugang zum World Wide Web verwehren kann. Sie würde insbesondere allen Betreibern von Basisinfrastruktur für das Internet auferlegen, einen möglichen Übergang zu einem von anderen Nationen unabhängigen Betrieb vorzubereiten.

Schon in der Vergangenheit wurden ähnliche Bedenken von Präsident Putin selbst geäußert. "Je mehr Souveränität wir haben, auch im digitalen Bereich, desto besser", sagte Putin damals.

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