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Russischer Vermögensfonds: Sanktionen gegen Moskau werden den USA langfristig schaden

Russischer Vermögensfonds: Sanktionen gegen Moskau werden den USA langfristig schaden
Die vom Westen gegen Russland verhängten Sanktionen sind ineffektiv und schaden außerdem langfristig den USA selbst. Das erklärte der Chef des russischen Vermögensfonds. Er betonte, dass derartiges Verhalten des Westens langfristige Handelsgrundsätze untergrabe.

Antirussische Sanktionen des Westens erweisen sich als ineffektiv und werden den USA langfristig schaden, so der Geschäftsführer des Russian Direct Investment Fund Kirill Dmitriew. In einem Interview mit dem TV-Sender CNBC auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos erklärte er:

Natürlich glauben wir, dass Sanktionen falsch sind, und insbesondere die Sanktionen der USA, weil sie die USA langfristig wirklich untergraben. […] Im Grunde sehen wir, dass viele Menschen vom US-Dollar weggehen, weil viele US-Dollar-Transaktionen eingeschränkt werden. Ich denke, dass die USA, indem sie sich so sehr auf kurzfristige Pressalien und kurzfristigen Wettbewerbsdruck auf russisches Gas und andere Dinge konzentrieren, wirklich ihre eigenen langfristigen Grundsätze wie den US-Dollar, faire Handelspraktiken und Fairness, die die Welt zusammenhielten, untergraben.

Laut Dmitriew hat sich Moskau mit einem Wirtschaftswachstum von zwei Prozent und stabilen Ölpreisen an die Sanktionen angepasst. Der Beamte stellte fest, dass Sanktionen ausländische Direktinvestitionen und wirtschaftliche Partnerschaften zwischen Russland und anderen Ländern nicht gestoppt haben. Er erklärte:

Wir haben Partnerschaften mit 20 führenden Staatsfonds, wir konnten in den letzten sieben Jahren jedes Jahr eine starke Rendite mit dem US-Dollar erzielen, und sie investieren aktiv bei uns. Wir werden also weiterhin große Investitionen aus Asien, dem Mittleren Osten, [und auch] den USA anziehen.

Dmitriew wies auch darauf hin, dass 2018 wieder 30 neue US-amerikanische Unternehmen ihre Geschäftstätigkeit in Russland aufgenommen hätten und fügte hinzu:

Coca Cola und Pepsi, McDonalds, alle diese [Unternehmen] sind einfach stillschweigend auf dem russischen Markt präsent und nutzen die Vorteile. Also, ja, Sanktionen sind von Bedeutung, aber Investitionsströme passieren dennoch.

Sanktionen gegen Russland wurden von den Vereinigten Staaten und der Europäischen Union im Jahr 2014 wegen der Wiedervereinigung Russlands mit der Krim und einer angeblichen Beteiligung Moskaus am Konflikt im Osten der Ukraine eingeführt.

Moskau revanchierte sich, indem ein Embargo gegen Agrarerzeugnisse, Lebensmittel und Rohstoffe aus Ländern verhängt wurde, die sich den Sanktionen angeschlossen hatten. Die gegenseitigen Sanktionen wurden seitdem immer wieder verlängert.

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