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Tausende fordern Schließung von giftiger Abfalldeponie im Moskauer Gebiet (Video)

Tausende fordern Schließung von giftiger Abfalldeponie im Moskauer Gebiet (Video)
Seit einigen Wochen protestieren die Einwohner von Wolokolamsk gegen die giftige Deponie
Am Sonntag gingen Tausende auf die Straßen der Stadt Wolokolamsk im Moskauer Gebiet, wo sie weiter gegen ein undichtes Mülldepot in der Nähe protestierten und die Behörden dafür verantwortlich machten, dass sie nicht genug getan hätten, um die Krise zu lösen.

Rund 6.000 Menschen nahmen an der Kundgebung im Zentrum von Wolokolamsk teil, gab Bürgermeister Petr Lazarew an. Die Beteiligung an den Protesten kann als hoch bezeichnet werden, da die Stadt, die etwa 130 Kilometer nordwestlich von Moskau liegt, nur 23.000 Einwohner zählt.

Demonstranten jeden Alters riefen: "Schließt sie!". Die Schließung der örtlichen Deponie Jadrovo, aus der in den letzten Monaten Deponiegas austrat und im März mit einer Krankheit in Verbindung gebracht wurde, an der fast 60 Kinder erkrankten. Es wurde auch der Rücktritt des amtierenden Wolokolamsker Bezirksvorstehers Andrej Wikharew sowie die Freilassung des Protestführers Artjom Ljubimow gefordert, der wegen Nichtbefolgung von Polizeiweisungen am Samstag festgenommen wurde.

"Wir wollen, dass Jadrovo geschlossen wird. Wir wollen saubere Luft atmen. Wir wollen nicht, dass unsere Kinder und wir krank werden. Hier zu leben ist einfach unmöglich wegen des schrecklichen Geruchs", erklärte einer der Demonstranten gegenüber RT.

Eine andere Frau, die eine Atemschutzmaske trug, sagte: "Jeden Tag wachen wir wie in einer Gaskammer auf. Und das Schlimmste ist, dass wir nirgendwo hingehen können. Die Leute sind in Panik. Und wir haben kleine Kinder."

Seit einigen Wochen protestieren die Einwohner von Wolokolamsk gegen die giftige Deponie

Die Kundgebung sei geordnet und friedlich verlaufen, so die Organisatoren. Die Aktivisten bedauerten auch, dass keine Vertreter der lokalen Verwaltung zu der Veranstaltung erschienen sind, um sich den Anliegen der Bevölkerung zu widmen. Zuvor hatte es Berichte gegeben, dass vier rechte Aktivisten, die zum Protest aus Moskau gekommen waren, vor der Kundgebung festgenommen und nach mehreren Stunden aus der Polizeistation entlassen wurden.

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Die Einwohner von Wolokolamsk protestieren bereits seit einigen Wochen gegen die giftige Deponie. Am 21. März wurden 57 Schulkinder in der Stadt von Ärzten behandelt, und mindestens fünf wurden wegen Vergiftungserscheinungen wie Übelkeit, Schwindel und Hautausschlägen ins Krankenhaus eingeliefert. Die Einwohner der Stadt führten den Zustand der Kinder auf die Emissionen aus der Mülldeponie zurück.

Ein Versuch des damaligen Bezirksvorstehers, Jewgeni Gawrilow, die Eltern vor dem Krankenhaus zu beruhigen, scheiterte, und der Beamte wurde von der Menge angegriffen. Er musste fliehen, nachdem er mehrmals geschubst und die Kapuze seines Mantels abgerissen worden ist. Gawrilow wurde einige Tage später von seinen Pflichten entbunden.

Gouverneur des Moskauer Gebiets versprach die Schließung bis Sommer

Die Behörden haben das Problem erkannt, indem sie den Notstand in diesem Gebiet ausgerufen und Personenschutzausrüstung, einschließlich Atemschutz- und Gesichtsmasken, an die Anwohner der Deponie ausgegeben haben. Sie garantierten auch, kleine Kinder in Kurorte zu evakuieren. Der Gouverneur des Moskauer Gebiets, Andrej Worobjow, versprach, dass Jadrovo bis zum späten Frühjahr oder Frühsommer geschlossen würde. "Es wird keine schlechten Gerüche oder Konsequenzen geben. Darüber hinaus wird der Boden, den wir aus dem neuen Standort gewinnen, vollständig der Rekultivierung der alten Deponie dienen. Unser Ziel ist es, Maßnahmen zu ergreifen, um die Dämpfe so schnell wie möglich zu beseitigen", sagte Worobjow.

Für die Menschen in Wolokolamsk ist diese Aussage jedoch nicht genug. Sie werfen den Behörden vor, den Ernst der Lage zu verschleiern, indem sie behaupten, dass die Konzentration der schädlichen Gase in der Luft um ein Vielfaches über dem normalen Niveau liegt und dass ihre Gesundheit gefährdet ist. Die Verbraucherschutzagentur Rospotrebnadzor gab am Freitag an, dass die Konzentration der schädlichen Gase in der Luft 1,5 bis 2,5 mal höher als die Norm ist.

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