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Kommunist Tetjokin zu Putins Wiederwahl: "Verändern wird sich nichts" (Video)

Kommunist Tetjokin zu Putins Wiederwahl: "Verändern wird sich nichts" (Video)
Wjatscheslaw Tetjokin zu Wladimir Putins Wiederwahl: "Verändern wird sich nichts"
Die Präsidentschaftswahlen in Russland hat der amtierende Staatschef Wladimir Putin gewonnen. Im Gespräch mit RT Deutsch kommentiert der frühere KPRF-Abgeordnete, Wjatscheslaw Tetjokin, das Wahlergebnis und macht eine Prognose für die nächsten sechs Jahre.

Wjatscheslaw Tetjokin meinte gegenüber RT Deutsch, dass die Wahlergebnisse nicht anders hätten sein können. Denn der Sieg Wladimir Putins sei vorbestimmt gewesen. Selbst wenn die oppositionellen Kandidaten wie Pawel Grudinin oder Xenija Sobtschak mit ihrer jeweiligen Wahlkampagne früher angefangen hätten, wäre es unmöglich gewesen, die Situation zu ändern.

Heute, wenn das reale Einkommen der Menschen schon das vierte Jahr in Folge zurückgeht, ist es nicht realistisch zu behaupten, dass der Präsident mit einer Unterstützung von 77 Prozent rechnet. Was auch immer wir unter diesen Umständen getan hätten, wann auch immer wir die Wahlkampagne gestartet hätten, die Maschinerie zur Manipulierung der Willensbekundung des Volkes läuft gut", sagte der promovierte Historiker.

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Den Erfolg des kommunistischen Kandidaten Pawel Grudinin, der bei den Wahlen 11,8 Prozent der Stimmen auf sich vereinigt hatte, erklärte Wjatscheslaw Tetjokin mit den greifbaren Resultaten, die der Unternehmer erzielt:

Im Gegensatz zu allen anderen Politikern, die vieles versprechen, die viel und schön reden, kann Grudinin ein völlig greifbares Resultat vorweisen. Jeder kann in unmittelbarer Nähe von Moskau seine ausgezeichnete Farm sehen… Zweitens ist auch eine gewisse Sehnsucht nach der Vergangenheit da. Denn Grudinin sagt frank und frei, dass seine Farm nicht nur eine Insel des sozialen Optimismus sei. Wie er selbst sagt, sei das eine Vision, wie unser Land in Zukunft aussehen soll. Wir rufen die Leute nicht auf, in die Vergangenheit zurückzukehren. Wir rufen die Leute auf, in die Zukunft mit den Ideen und Idealen des Sozialismus zu gehen. Natürlich ist Grudinin eine neue Erscheinung in unserem politischen Leben. Er ist sehr sympathisch, klug und geistreich... Ich glaube, er ist der ansehnlichste Politiker, dem in den letzten Jahren und Jahrzehnten ein großer Aufstieg in unserer politischen Bühne gelungen ist… Ich glaube, ihn erwartet noch eine große politische Zukunft", so der ehemalige Duma-Abgeordnete.

Ein Bild aus dem Jahr 2005. Damals gingen im Januar und im Februar hunderttausende Menschen in 70 russischen Städten auf die Straße, um gegen die so genannte Monetarisierungsreform im Gesundheitswesen zu protestieren. Hier: Ein protestierender Rentner im südrussischen Stawropol am 18. Februar 2005.

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Im Vorfeld der Präsidentschaftswahlen hatte Pawel Grudinin eine Wette mit dem YouTube-Blogger Juri Dud abgeschlossen: Sollte der kommunistische Anwärter auf das höchste Amt weniger als 15 Prozent der Stimmen bekommen, müsste er seinen markanten Schnurrbart abrasieren. Widrigenfalls müsste sich der Blogger eine Glatze schneiden lassen.

Wjatscheslaw Tetjokin meinte im Gespräch mit RT Deutsch, dass Pawel Grudinin sich den Schnurrbart keinesfalls abrasieren sollte.

Denn wir finden nicht, dass das von der Zentralen Wahlkommission vorgelegte Ergebnis der Realität entspricht. Wir haben gesehen, was in den letzten zwölf Stunden in der Tat passierte, als sein Ergebnis anfangs 18 Prozent betrug... Es ist absolut klar, dass man sich dabei in Mathematik geübt hat. Das heißt, das reale Ergebnis von Grudinin liegt über 20 Prozent. Dessen sind wir uns absolut sicher. Vielleicht auch bei 30 Prozent", sagte der Historiker.

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Der ehemalige Duma-Abgeordnete gab auch eine Prognose für die nächsten sechs Jahre. Im Interview für RT Deutsch zweifelte er, dass sich das Land während der nächsten Amtszeit von Wladimir Putin verändern würde. Wjatscheslaw Tetjokin zeige sich sicher, dass die bereits bestehende soziale und wirtschaftliche Politik fortwähren würde.

Dieses aus unserer Sicht ziemlich starke Ergebnis für Pawel Nikolajewitsch Grudinin belegt, dass das Land Veränderungen will. Leider bedeutet das Ergebnis, das wir bekommen haben, dass diese soziale und wirtschaftliche Politik, die das Land zur Wirtschaftskrise geführt hat, auch in Zukunft bestehen bleibt... Denn ich bin mir sicher, dass Herr Putin weder die Zusammensetzung seines Kabinetts noch seinen politischen und  wirtschaftlichen Kurs ändern wird. Das bedeutet, dass die Stagnation, der Verfall, die Entvölkerung und die Verdummung der Bevölkerung sich fortsetzen werden. Eben das erwartet uns leider in allernächster Zeit… Das heißt, dass die negativen Trends, die sich in unserem Land bislang entwickelt haben, sich weiterhin verschärfen werden", prognostizierte Wjatscheslaw Tetjokin.

Ihm zufolge werde das aus vielen Gründen, darunter sozialwirtschaftlichen und altersbedingten, höchstwahrscheinlich die letzte Amtszeit von Wladimir Putin sein.

Wenn er doch noch für eine Amtszeit bleiben sollte, dann würde das letztendlich ihm selbst leidtun. Höchstwahrscheinlich möchte er selbst nicht für noch eine Amtszeit bleiben. Was den Nachfolger betrifft, so hat man in letzter Zeit im Gegenteil die politische Landschaft sozusagen gelichtet, damit sich Herr Putin wie der Montblanc über alle in seinem Umfeld erhebt. Deswegen gibt es keinen fertigen Nachfolger. Er seht nicht einmal in Aussicht… Ich nehme an, dass etwas Ähnliches geschehen wird wie damals, als Herr Jelzin das Amt niedergelegt hat: Sein Nachfolger wurde auf den letzten Drücker gewählt und er war eine absolute Überraschung", resümierte Wjatscheslaw Tetjokin.

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