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US-Botschaft in Moskau sorgt mit Regenbogenflagge für Aufregung

US-Botschaft in Moskau sorgt mit Regenbogenflagge für Aufregung
US-Botschaft in Moskau sorgt mit Regenbogenflagge für Aufregung
Die US-Botschaft in Moskau sorgt mit einer Regenbogenflagge an ihrem Gebäude für Aufregung. Die Flagge wurde kurz vor der landesweiten Abstimmung über Verfassungsänderungen gehisst. Eine der Änderungen sieht vor, dass die Ehe nur als Bund zwischen Mann und Frau gilt.

Mitten im Moskauer Stadtzentrum hat die US-Botschaft an ihrem Gebäude eine Regenbogenflagge zum "Gay-Pride"-Monat gehisst. "LGBTI-Rechte sind Menschenrechte", schrieb die Botschaft in der russischen Hauptstadt am Donnerstag auf Facebook:

Jeder Mensch hat es verdient, ein Leben frei von Hass, Vorurteilen und Verfolgung zu führen.

Zahlreiche Internetnutzer begrüßten den Schritt der diplomatischen Vertretung. Andere wetterten dagegen.

Im vergangenen Jahr soll das US-Außenministerium Berichten zufolge seinen Auslandsvertretungen verboten haben, die Regenbogenflagge zum sogenannten Gay-Pride-Month an den Fahnenstangen der Botschaften zu hissen. Zahlreiche Diplomaten umgingen demnach aber das Verbot.

In einem Gespräch mit Pressevertretern erklärte Kremlsprecher Dmitri Peskow, man könne "die US-Botschaft vom Kreml aus nicht sehen". Er fügte aber hinzu, dass Manifestationen von Propaganda nicht traditioneller sexueller Beziehungen in Russland gesetzlich verboten sind. 

Ein im Jahr 2013 von Präsident Wladimir Putin unterzeichnetes Gesetz verbietet unter Androhung von Strafen, in Gegenwart von Minderjährigen gleichgeschlechtliche Liebe zu zeigen. Die russische Regierung will mit dem Verbot Kinder und Jugendliche schützen. 

Seit Donnerstag läuft in Russland eine landesweite Abstimmung zu den Verfassungsänderungen. Dabei soll unter anderem verankert werden, dass eine Ehe nur zwischen Mann und Frau möglich ist. Präsident Putin hatte mehrmals betont, dass es in Russland niemals gleichgeschlechtliche Ehen geben werde, solange er an der Macht sei.

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