icon bookmark-bicon bookmarkicon cameraicon checkicon chevron downicon chevron lefticon chevron righticon chevron upicon closeicon v-compressicon downloadicon editicon v-expandicon fbicon fileicon filtericon flag ruicon full chevron downicon full chevron lefticon full chevron righticon full chevron upicon gpicon insicon mailicon moveicon-musicicon mutedicon nomutedicon okicon v-pauseicon v-playicon searchicon shareicon sign inicon sign upicon stepbackicon stepforicon swipe downicon tagicon tagsicon tgicon trashicon twicon vkicon yt

"Keine Menschen, nur Ideologie": Polens Präsident sorgt mit homophober Wahlkampfrhetorik für Aufruhr

"Keine Menschen, nur Ideologie": Polens Präsident sorgt mit homophober Wahlkampfrhetorik für Aufruhr
"Keine Menschen, nur Ideologie": Polens Präsident sorgt mit homophober Wahlkampfrhetorik für Aufruhr.
Im Vorfeld der bevorstehenden Präsidentschaftswahl in Polen scheint der Staatschef Andrzej Duda, mit umstrittener Anti-LGBT-Rhetorik bei seiner konservativen Wählerschaft punkten zu wollen. Bei einem Wahlkampfauftritt zog er mit harschen Worten gegen sexuelle Minderheiten los.

Unter anderem bezog sich Duda auf die LGBT-Gemeinschaft nicht als eine Personengruppe, sondern eine "Ideologie", indem er sagte:

Man versucht uns einzureden, dass das Menschen sind. Aber es ist einfach nur eine Ideologie.

Er verglich diese ferner mit der Ideologie des Kommunismus, gegen die auch schon die Generation seiner Eltern gekämpft habe. Was man heutzutage den Menschen und ihren Kindern einzutrichtern versuche, sei eine komplett neue, aber "sogar noch destruktivere" Ideologie, erklärte der Präsident und fügte hinzu:

Das ist so ein Neo-Bolschewismus.

Nachdem seine brisanten Aussagen jedoch in mehreren westlichen Medien Schlagzeilen gemacht haben, ruderte Duda schnell zurück. Das Staatsoberhaupt beklagte, dass seine Worte "aus dem Kontext gerissen" worden seien, und versicherte, dass er an Diversität und Gleichstellung glaube.

Zur selben Zeit verteidigte Duda aber auch seinen Standpunkt. Ihm zufolge könnten die Überzeugungen einer Minderheit nicht "unter dem falschen Vorwand von Toleranz" der Mehrheit aufgezwungen werden. Duda wörtlich:

Zu unseren Zeiten hat sich die Wahrheit in ein ängstliches kleines Wesen verwandelt, das sich vor der viel stärkeren Korrektheit versteckt.

Laut Meinungsumfragen liegt der Amtsinhaber Andrzej Duda bei den kommenden Präsidentschaftswahlen in Polen am 28. Juni aktuell deutlich vorn. Als Kandidat von der nationalkonservativen Regierungspartei PiS setzt er bei seinem Wahlkampf vor allem auf die konservative und katholisch geprägte Wählerschaft der Partei. Mit dieser Propagierung traditioneller Werte will er seine Chancen auf eine Neuwahl erhöhen. Zuvor hatte der Präsident bereits die sogenannte Anti-LGBT-Familiencharta unterzeichnet, die unter anderem das Verbot von gleichgeschlechtlichen Ehen sowie der Adoption von Kindern durch gleichgeschlechtliche Paare vorsieht.

Als Dudas gefährlichster Herausforderer im Rennen um die Präsidentschaft gilt der Warschauer Oberbürgermeister Rafał Trzaskowski. Er geht für das liberalkonservative Oppositionspartei Bürgerplattform (PO) an den Start und unterstützt im Gegensatz zu Duda die LGBT-Bewegung aktiv.

Mehr zum ThemaPolen: Mehrere Gemeinden erklären sich als "LGBT-frei" – EU-Parlament verurteilt Diskriminierung

Folge uns aufRT
RT

Diese Webseite verwendet Cookies. Klicken Sie hier, um mehr zu erfahren

Cookies zulassen