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Gesundheitsminister Dagestans: Mehr als 40 Mediziner seit Beginn der Corona-Pandemie gestorben

Gesundheitsminister Dagestans: Mehr als 40 Mediziner seit Beginn der Corona-Pandemie gestorben
Symbolbild vom 18. Mai 2020, Moskau: Ärzte bereiten einen Patienten auf eine Computertomografie der Lunge vor
In der südrussischen Republik Dagestan sind mehr als 40 mit dem Coronavirus infizierte Ärzte gestorben, so der örtliche Gesundheitsminister in einem Interview. Offiziell gab es aber in der gesamten Republik zu dem Zeitpunkt des Interviews viel weniger Todesfälle.

"Laut Kollegen sind mehr als 40 Mediziner gestorben, das ist wirklich eine Tragödie", sagte Dschamaludin Gadschiibragimow, Gesundheitsminister der Region, in einem Interview mit dem Blogger Ruslan Kurbanow auf Instagram. Dabei gab es zum Zeitpunkt des Interviews laut offiziellen Statistiken lediglich 27 Todesfälle in der gesamten Republik. In dem Interview teilte der Minister mit, dass mehr als 13.000 Menschen in Dagestan mit dem Coronavirus infiziert seien. In der offiziellen Statistik gelten jedoch nur knapp 4.000 Menschen als Corona-infiziert. Ob in Dagestan jemand als Covid-Fall gilt, hängt laut dem Minister davon ab, welche Behörde den Fall meldet. Die Region führt zwei separate Statistiken. Eine registriert alle Corona-Fälle, die zweite alle Lungenentzündungen.

In einer Pressemitteilung teilte das Gesundheitsministerium Dagestans anschließend mit, dass nicht alle Todesfälle der Ärzte mit dem Coronavirus zusammenhängen würden. Darin hieß es: 

Seit Beginn der Pandemie sind in Dagestan etwa 40 Mediziner gestorben. Nicht alle von ihnen starben an dem Coronavirus oder an Lungenentzündung. Es gab auch andere Diagnosen.

Am Montagnachmittag sprach auch Anna Popowa, Leiterin der Verbraucherschutzbehörde Rospotrebnadzor, die Lage in Südrussland an. Ihr zufolge hätten in Dagestan fast 60 Prozent der Corona-Patienten einen schweren Krankheitsverlauf. Popowa erklärte, dass der Anteil der Patienten über 65 Jahren in Dagestan doppelt so hoch sei wie im russischen Gesamtdurchschnitt, während nur die Hälfte an Tests durchgeführt würde.

In einer Videokonferenz mit den Vertretern der Republik erklärte der russische Präsident Wladimir Putin am Montag, dass die hohe Anzahl der Todesfälle in der Republik darauf zurückzuführen sei, dass die Einheimischen nicht früh genug professionelle Hilfe aufgesucht hätten. Die Krankenhäuser seien an der Belastungsgrenze und bräuchten mehr Unterstützung. Putin ordnete das Verteidigungsministerium an, dort ein neues Krankenhaus zu bauen. Er forderte die Bürger außerdem auf, den muslimischen Feiertag Eid al-Fitr am 24. Mai zu Hause zu feiern.

Nach den offiziellen Daten liegt Dagestan landesweit an fünfter Stelle hinter Moskau, der Region Moskau, Sankt Petersburg und der Region Nischni Nowgorod.

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