icon bookmark-bicon bookmarkicon cameraicon checkicon chevron downicon chevron lefticon chevron righticon chevron upicon closeicon v-compressicon downloadicon editicon v-expandicon fbicon fileicon filtericon flag ruicon full chevron downicon full chevron lefticon full chevron righticon full chevron upicon gpicon insicon mailicon moveicon-musicicon mutedicon nomutedicon okicon v-pauseicon v-playicon searchicon shareicon sign inicon sign upicon stepbackicon stepforicon swipe downicon tagicon tagsicon tgicon trashicon twicon vkicon yt

US-Geheimdienste warnen vor Doppelstrategie: Moskau "unterstützt" im US-Wahlkampf Trump und Sanders

US-Geheimdienste warnen vor Doppelstrategie: Moskau "unterstützt" im US-Wahlkampf Trump und Sanders
Wenn es nach den US-Geheimdiensten geht, will der russische Präsident Putin erneut die US-Präsidentschaftswahlen aufmischen. Diesmal sollen "russische Hacker" allerdings gleich zwei Kandidaten "fördern". (Symbolbild)
Es ist wieder so weit: Moskau hat es erneut auf die US-Wahlen abgesehen. Diesmal geht man noch etwas perfider vor. "Unterstützt" werden laut US-Geheimdiensten gleich zwei Kandidaten: US-Präsident Trump und Bernie Sanders. US-Demokraten fordern "sofortige" Sanktionen.

Was wären die US-Präsidentschaftswahlen ohne "russische Einmischung"? Richtig. Deswegen dürfen auch in diesem Jahr martialische Warnungen und Kampfansagen an Moskau nicht fehlen.

Es ist Zeit für die Russen zu verstehen, dass sie mit erheblichen Kosten rechnen müssen, wenn sie auf das Herz unserer Demokratie zielen", tönte etwa der demokratische Abgeordnete Jim Hines beim US-Nachrichtenkanal CCN.

Bernie Sanders,  hier bei einer Wahlkampfkundgebung am 22.02.2020 in San Antonio, Texas, hat bei der Vorwahl in Nevada laut Hochrechnungen haushoch gewonnen.

Die scharfen Äußerungen stehen im Kontext von Forderungen der Demokraten im US-Senat nach neuen Sanktionen gegen Russland und russische "Verantwortliche".

Was war geschehen? Zunächst warnten laut der New York Timesnicht näher genannte "Geheimdienstbeamte" US-Abgeordnete am vergangenen Freitag davor, dass Russland gedenke oder bereits dabei sei, sich erneut in das Rennen um die US-Präsidentschaft einzumischen. Demzufolge wäre es Moskau recht, wenn erneut der amtierende US-Präsident Donald Trump das Rennen für sich entschiede.

Dies war eine "Enthüllung" vor dem Geheimdienstausschuss, die Trump-Mitarbeitern bitter aufstieß, denn schließlich habe Trump gegenüber Russland in der Vergangenheit hinreichend klare Kante gezeigt. Doch diesmal betrifft es nicht nur den US-Präsidenten. So vermeldete nun die Washington Post, dass sich Moskau im Jahr 2020 auch gleich in den Wahlkampf von Trumps möglichem Gegenkandidaten Bernie Sanders eingeklinkt habe.

Nach Ansicht von Leuten, die mit der Angelegenheit vertraut sind, erklärten US-Beamte Senator Bernie Sanders, dass Russland versuche, als Teil der Bemühungen, sich in den demokratischen Wettbewerb einzumischen, seinen Präsidentschaftswahlkampf zu unterstützen", heißt es bei der Post.

Demnach sei aber "nicht klar, welche Form Russlands Unterstützung angenommen habe". Dennoch, Sanders fühlte sich dazu veranlasst, in einer Erklärung eine klare Botschaft an die Adresse des Kreml zu richten.

Offen gesagt ist es mir egal, wen Putin als Präsidenten will. Meine Botschaft an Putin ist klar: Halten Sie sich aus den amerikanischen Wahlen heraus, und als Präsident werde ich dafür sorgen, dass Sie das tun", polterte Sanders.

Mehr zum Thema - Alle Jahre wieder: Hillary Clinton verunglimpft Bernie Sanders

Zudem zeigte sich Sanders davon überzeugt, dass Russland sich bereits in die US-Präsidentschaftswahlen im Jahr 2016 eingemischt hat.

Im Jahr 2016 benutzte Russland Internetpropaganda, um in unserem Land Spaltung zu säen, und nach meinem Verständnis tun sie das auch 2020 wieder. Einige der hässlichen Dinge im Internet, die unserer Kampagne zugeschrieben werden, kommen vielleicht nicht von echten Unterstützern", mutmaßte der Wahlkämpfer Sanders.

Derweil zeigt sich auch US-Präsident Trump weiterhin bemüht, sich gegen die russische Regierung und deren vermeintliche Einmischungsbemühungen zu seinen Gunsten zu positionieren:

Hätte er [Wladimir Putin, Anm. d. Red.] nicht lieber Bernie [Sanders, Anm. d. Red.], der in Moskau auf Hochzeitsreise war?", fragte Trump und bezog sich dabei auf die Reise des US-Senators in die ehemalige Sowjetunion.

Ein paar Details will man bei der New York Times dann aber doch über die Methodik der "russischen Hacker" erfahren haben, den US-Präsidentschaftswahlkampf im "Chaos" versinken zu lassen und "Zwietracht zu säen".

Demnach nutze die russische Cyberarmee "Facebook und andere soziale Medien" diesmal noch etwas "kreativer" als im Jahr 2016. "Russische Agenten" gäben sich dabei nicht mehr länger als US-Amerikaner aus, sondern zielten nun darauf ab, diese selbst zu Multiplikatoren der "Desinformation" zu machen.

Und die Russen arbeiten von Servern in den Vereinigten Staaten und nicht im Ausland aus, da sie wissen, dass es den amerikanischen Geheimdiensten verboten ist, im Inland zu operieren (das FBI und das Heimatschutzministerium dürfen dies mithilfe der Geheimdienste tun)", weiß man zudem zu berichten.

Reuters will wiederum von einer Quelle aus dem US-Kongress von erneuten "Desinformations- und Propagandakampagnen" des Kreml erfahren haben.

Die Militärangehörige der Hawaii National Guard vertritt seit 2013 Hawaiis 2. Kongresswahlbezirk im Repräsentantenhaus der USA.

Um diesem perfiden Treiben Moskaus Einhalt zu gebieten, wandten sich nun der Fraktionsführer der US-DemokratenimSenat Chuck Schumer und seine Parteifreunde Bob MenendezsowieSherrod Brown an Außenminister Mike Pompeo und Finanzminister Steven Mnuchin, um die US-Regierung zu "sofortigen Sanktionen gegen die Regierung in Moskau und jeden in die Wahleinmischung verwickelten Russen" zu drängen.

Alles andere wäre ein Verzicht auf Ihre Verantwortung, die USA vor dieser ernsten Bedrohung unserer nationalen Sicherheit und der Integrität unseres Wahlprozesses zu schützen und zu verteidigen", zeigten sich die drei Senatoren der Demokraten überzeugt.

Derweil sieht auch der demokratische US-Präsidentschaftsbewerber Joe Biden Russland als Grund für sein schlechtes Abschneiden bei der letzten Vorwahlen.  

"Die Russen wollen nicht, dass ich als Kandidat nominiert werde. Sie haben viel Geld für Bots auf Facebook ausgegeben, um zu sagen, Biden ist ein Bösewicht. Sie wollen nicht, dass Biden kandidiert. Und niemand hilft mir, die Nominierung zu erreichen", beklagte der ehemalige US-Vizepräsident.

Ohne auf Einzelheiten einzugehen, wies die russische Regierung die gesamten erneuten Anschuldigungen aus Washington von sich. Typisch.

Folge uns aufRT
RT
Kriegstrauma loslassen lernen

Diese Webseite verwendet Cookies. Klicken Sie hier, um mehr zu erfahren

Cookies zulassen