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USA: Bernie Sanders erzielt bei Vorwahl in Nevada laut Hochrechnungen haushohen Sieg

USA: Bernie Sanders erzielt bei Vorwahl in Nevada laut Hochrechnungen haushohen Sieg
Bernie Sanders, hier bei einer Wahlkampfkundgebung am 22.02.2020 in San Antonio, Texas, hat bei der Vorwahl in Nevada laut Hochrechnungen haushoch gewonnen.
Der linke USA-Präsidentschaftsbewerber Bernie Sanders hat die dritte Vorwahl der Demokratischen Partei im US-Bundesstaat Nevada nach ersten Teilergebnissen mit großem Abstand gewonnen. Bereits weit abgeschlagen landete auf Platz zwei der ehemalige US-Vizepräsident Joe Biden.

Im US-Bundesstaat Nevada fand die nächste Etappe im Rennen um die Präsidentschaftskandidatur innerhalb der Demokratischen Partei der USA statt. Der linke Senator Bernie Sanders hängte alle seine Konkurrenten ab. Der Triumph dürfte ihm für die nächsten wichtigen Etappen weiteren Auftrieb geben.

Sanders auf Platz eins mit 46,6 Prozent, Biden auf Platz zwei mit 19,2 Prozent

Nach Auszählung von etwa 50 Prozent der Stimmen erzielte Sanders 46,6 Prozent, wie mehrere US-amerikanische Medien am Sonntag übereinstimmend berichten. Damit hätte der 78-Jährige im Rennen um die Präsidentschaftskandidatur seine Position als Spitzenreiter nun gefestigt.

Als noch amtierender Generaldirektor von Goldman Sachs muss Lloyd Blankfein zur Rolle der Wallstreet Officer und der Investmentbanken während der Finanzkrise aussagen, Washington, D.C., 2010

Weit abgeschlagen landete der ehemalige US-Vizepräsident Joe Biden mit nur 19,2 Prozent demnach auf Platz zwei. Der frühere  Bürgermeister von South Bend (Indiana), Pete Buttigieg, erzielte nach diesen Angaben 15,4 Prozent, die Senatorin Elizabeth Warren 10,3 Prozent der Stimmen. Offizielle Angaben der Demokratischen Partei lagen zunächst noch nicht vor.

Der 78-jährige Sanders ließ sich am Samstagabend (Ortszeit) von seinen Anhängern in San Antonio (Texas) feiern. Seine Bewegung tue genau das Gegenteil von dem, was US-Präsident Donald Trump mache:

Wir bringen unser Volk zusammen", sagte Sanders.

Biden gibt sich kämpferisch – Milliardär Bloomberg setzt auf den "Super Tuesday" am 3. März

Der Senator aus Vermont, der sich selbst als "demokratischer Sozialist" bezeichnet und vor allem bei jungen Wählern gut ankommt, war als klarer Favorit in die dritte Vorwahl gezogen. Vor allem der einstige Favorit Biden hätte in Nevada ein gutes Ergebnis nötig gehabt. Vor Anhängern zeigte er sich dennoch überzeugt, dass es von nun an bergauf gehe.

Wisst ihr, die Presse ist bereit, Leute schnell für tot zu erklären, aber wir sind lebendig und wir kommen zurück und wir werden gewinnen", sagte Biden.

Als entscheidender Test für den 77-Jährigen gilt die nächste Vorwahl in South Carolina am kommenden Wochenende.

Keine Rolle spielte am Samstag der Milliardär Michael Bloomberg, der den Vorwahlkampf der Demokraten derzeit mächtig aufmischt, in Nevada aber noch gar nicht angetreten war. Er setzt auf den "Super Tuesday" am 3. März, wenn am gleichen Tage in mehr als einem Dutzend Bundesstaaten gewählt werden soll.

Sanders versprach, dass sich mit seiner Nominierung das Land verwandeln werde. Er erneuerte seine Kritik am teuren Gesundheitssystem in den USA und betonte Ziele wie die Einführung eines flächendeckenden Mindestlohns und höhere Steuern für die Reichen.

Slavoj Žižek: Brutaler ideologischer Bürgerkrieg in den USA im Wandel zum Vier-Parteien-Staat
(Symbolbild: Joe Biden und Bernie Sanders bei der CNN Democratic Presidential Debate in Les Moines, Iowa. Der Konflikt in der Demokratischen Partei ist nach Slavoj Zizek ein Vorbote möglicher Veränderung)

Der moderate Konkurrent Buttigieg, der vier Jahrzehnte jünger ist als Sanders, warnte vor einer Nominierung des Senators.

Bevor wir es überstürzen, Senator Sanders zu nominieren (...), lasst uns einen nüchternen Blick darauf werfen, was auf dem Spiel steht", sagte er.

"Senator Sanders glaubt an eine unflexible, ideologische Revolution", die die meisten Demokraten und Amerikaner insgesamt außen vor lasse.

US-Präsident Trump äußert sich über Sanders Sieg auf Twitter

Wann die Demokratische Partei in Nevada offiziell Ergebnisse verkündet, ist noch unklar. Gewählt wurde im "Caucus"-Verfahren, was deutlich komplizierter ist als eine Abstimmung per Wahlzettel. Bei der ersten Vorwahl in Iowa, wo ebenfalls nach diesem Prinzip abgestimmt wurde, hatte eine technische Panne zu Problemen bei der Übermittlung von Ergebnissen und erheblichen Verzögerungen geführt.

Die Vorwahlen werden sich noch bis Juni hinziehen. Im Sommer veranstalten "Demokraten" und "Republikaner" dann ihre großen Nominierungsparteitage, bei denen sie ihren jeweiligen Kandidaten endgültig küren. Die eigentliche Präsidentschaftswahl steht am 3. November an.

Der republikanische Amtsinhaber Donald Trump tritt bei der Wahl für eine zweite Amtszeit an. Er hat dabei keine erstzunehmende parteiinterne Konkurrenz. Den Ausgang der Vorwahl der Demokraten in Nevada kommentierte er auf Twitter, nahm das gute Abschneiden von "Crazy Bernie" – wie er Sanders abfällig nennt – zur Kenntnis und schrieb:

Biden & der Rest sehen schwach aus.

In Anspielung darauf, dass Sanders im Rennen um die Kandidatur der Demokraten 2016 knapp verloren hatte, schrieb Trump: "Glückwunsch Bernie, & lass es dir nicht von ihnen wegnehmen!"

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(dpa/rt)

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