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US-Verteidigungsminister widerspricht Trumps Theorie von geplanten Angriffen auf US-Botschaften

US-Verteidigungsminister widerspricht Trumps Theorie von geplanten Angriffen auf US-Botschaften
US-Verteidigungsminister Mark Esper, Florida, USA, 29. Dezember 2019.
Laut US-Präsident Donald Trump hatte der iranische General Soleimani Angriffe auf US-Botschaften geplant. Damit rechtfertigte Trump dessen Tötung im Irak. US-Verteidigungsminister Esper widerspricht dieser Behauptung. Angriffspläne habe er keine zu sehen bekommen.

Die USA töteten den iranischen General Qassem Soleimani am 3. Januar in Bagdad. Der Kongress wurde jedoch von der US-Regierung vorab nicht unterrichtet. Die iranische Führung reagierte mit einem Raketenangriff auf zwei Militärstützpunkte im Irak, welche vom US-Militär genutzt werden. Am Freitag rechtfertigte US-Präsident Donald Trump die gezielte Tötung des Generals: 

Wir haben es getan, weil sie unsere Botschaft in die Luft sprengen wollten. 

Insgesamt vier US-Botschaften hätte der Iran unter der Federführung Soleimanis im Visier gehabt. US-Verteidigungsminister Mark Esper widersprach Trumps Theorie: 

Ich habe im Bezug auf vier Botschaften keinen (Anschlagsplan) gesehen. 

Auch der Kongressabgeordnete Amash sieht die Behauptung Trumps als rein erfunden an. 

Demonstranten im Iran verbrennen die amerikanische und britische Flagge während eines Protestes gegen die Ermordung des iranischen Generalmajors Qassem Soleimani

Laut einer Umfrage vom 10. und 11. Januar sind 56 Prozent der US-Amerikaner gegen die Art, wie Trump mit der eskalierenden Situation mit dem Iran umgeht. Eine Mehrheit von 52 Prozent sieht die Vereinigten Staaten hierdurch einer wachsenden Gefahr ausgesetzt. 

Angesichts der scharfen US-Sanktionen sieht Teheran keine Möglichkeit für direkte Gespräche mit Washington. Esper glaubt dennoch daran: 

Wir sind bereit dazu, uns hinzusetzen und ohne Vorbedingungen einen neuen Weg nach vorne zu diskutieren, eine Reihe von Schritten, durch die der Iran zu einem normaleren Land wird. 

Nachdem die iranische Regierung einräumen musste, dass die Passagiermaschine Flug PS752 der Ukraine International Airlines (UIA) kurz nach dem Start abgeschossen worden war, sind die Stimmen im Iran gegen die Regierung wieder laut geworden. Alle 176 Personen an Bord wurden getötet. Teheran spricht von "menschlichem Versagen". Das Luftabwehrsystem habe das Flugzeug versehentlich als "Marschflugkörper" identifiziert. Trump sprach den Demonstranten seine Unterstützung gegen die iranische Regierung aus.

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