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Nationaler US-Sicherheitsberater: Atomkrieg kein Weltuntergang, könnte uns als Nation sogar stärken

Nationaler US-Sicherheitsberater: Atomkrieg kein Weltuntergang, könnte uns als Nation sogar stärken
Symbolbild: Atompilz nach Atombomben-Test auf dem Mururoa-Atoll 1973
Vom Regen in die Traufe? Der vorübergehende Nachfolger des vom Posten als Nationaler Sicherheitsberater Donald Trumps gefeuerten John Bolton beschrieb 1982 in einem Interview, das ein Atomkrieg mit der Sowjetunion "größtenteils ein physikalisches Problem" wäre.

Diese Aussage Charles Kuppermans holt ihn 37 Jahre später wieder ein, nachdem ihn US-Präsident Trump zum geschäftsführenden Nationalen Sicherheitsberater ernannt hatte. Kupperman wurde von John Bolton als Berater in den Sicherheitsrat geholt und gilt als islamophober Kalter Krieger, der bereits in der Regierung von Ronald Reagan in leitender Position arbeitete.

Während allgemein davon ausgegangen wird, dass ein Atomkrieg die gegenseitige Zerstörung der Gegner hervorrufen würde und dass dies die jeweiligen Regierungen davon abschreckt, überhaupt zu diesem Mittel zu greifen, vertrat Kupperman 1982 eine ganz andere Meinung. Das Beispiel von Hiroshima habe gezeigt, dass die Stadt trotz der Zerstörung durch den Abwurf einer Atombombe bereits "drei Tage später wieder lebendig war".

Ein strategischer B-52H-Langstreckenbomber der US-Luftwaffe wird während des Fluges betankt. Der Flugzeugtyp ist Teil der

Mit genügend Planung und zivildienstlichen Maßnahmen ließen sich die Auswirkungen eines atomaren Schlages minimieren. Natürlich wäre ein Atomkrieg eine "zerstörerische Sache", aber kein Weltuntergang. Selbst wenn 20 Millionen Menschen dabei sterben würden, wäre die Nation immer noch stark genug, um gestärkt aus diesem Krieg hervorzugehen, weshalb die USA den Krieg gegen die damalige Sowjetunion "im klassischen Sinne" gewinnen könnten. Nicht nur würden sie den Sieg davontragen, die USA würden am Ende als Nation sogar gestärkt aus dieser Katastrophe hervorgehen:

Es könnte 15 Jahre dauern, aber meine Güte, schauen Sie, wie lange Europa gebraucht hat, um sich vom Zweiten Weltkrieg zu erholen …

Diese kontroversen Aussagen machte Kupperman in einem Interview mit Robert Scheer für sein Buch "With Enough Shovels: Reagan, Bush, and Nuclear War". Zu diesem Zeitpunkt war er Direktor von Reagans Allgemeinem Beraterausschuss für Rüstungskontrolle und Abrüstung, weshalb eine solche Betrachtungsweise für noch mehr Aufregung sorgte, als sie es ohnehin schon getan hätte.

Dr. Jeremy Stone, damals Präsident der Federation of American Scientists (Vereinigung amerikanischer Wissenschaftler), nahm Kuppermans Zitate in seinem Bericht über Reagans Verteidigungspolitik 1983 auf und meinte:

Man kann wohl mit Fug und Recht behaupten, dass Verrückte für die Atombomben verantwortlich sind.

Nachdem Kupperman zum geschäftsführenden Nationalen Sicherheitsberater ernannt wurde, sah er sich umgehend mit Rücktrittsforderungen des Amerikanisch-Islamischen Rates konfrontiert. Der neue Berater von Präsident Trump saß von 2001 bis 2010 im Vorstand des Center for Security Policy (CSP). Die Denkfabrik fiel vor allem während der Regierungszeit von Barack Obama durch Verschwörungstheorien gegen Muslime in den Vereinigten Staaten von Amerika auf. So behauptete das CSP beispielsweise, dass Obama selbst ein Muslim sei und seine Regierung die Scharia einführen wolle.

Am Mittwoch teilte US-Präsident Donald Trump mit, dass Kuppermann als Nationaler Sicherheitsberater zeitnah durch den Geiselspezialisten Robert C. O’Brien ersetzt werden wird: 

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