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Umfrage: Ein Drittel aller US-Amerikaner unterstützt Nuklearkrieg gegen Nordkorea

Umfrage: Ein Drittel aller US-Amerikaner unterstützt Nuklearkrieg gegen Nordkorea
(Symbolbild)
Eine Umfrage von YouGov und dem Bulletin of the Atomic Scientists in den USA hat ein erschreckendes Ergebnis zutage gefördert: Ein Drittel der US-Bevölkerung hätte kein Problem damit, dass in Nordkorea eine Million Menschen durch einen Nuklearschlag sterben könnten.

Die Vereinigten Staaten von Amerika könnten ohne Unterstützung der eigenen Bevölkerung nicht so viele Kriege führen, wie sie es seit der Gründung ihres Staates getan haben. Damit diese Unterstützung auch in dem entsprechenden Maße geschieht, müssen ebenfalls gewisse Voraussetzungen erfüllt sein. Die Menschen müssen tatsächlich an die Sache glauben, weshalb sie in einen Krieg ziehen und dafür eventuell mit ihrem Leben bezahlen sollen. Die Erfahrungen der letzten Jahrzehnte zeigen aber, dass die Kriegsveteranen sehr oft ihre Einstellung ändern, wenn sie die Schrecken des Krieges erst einmal erfahren haben und beginnen, die Gründe dafür zu hinterfragen.

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Dennoch gibt es nach wie vor eine relativ große Anzahl von US-Amerikanerinnen und -Amerikanern, die von dem unerschütterlichen Glauben an die eigene Einzigartigkeit beseelt oder schlichtweg nicht genügend informiert sind, wie eine Umfrage des Berichtsblatts der Atomwissenschaftler (Bulletin of the Atomic Scientists) zusammen mit dem Umfrageinstitut YouGov ergab.

Zwar wird in dem Bericht betont, dass es "beruhigend" ist, dass eine Mehrheit gegen einen präventiven US-Militärschlag gegen Nordkorea ist. Dennoch habe die Umfrage ergeben, dass eine "große Falken-Minderheit in der US-Öffentlichkeit lauert", die trotzdem genau solch einen Präventivschlag befürwortet. Dieser "Falken-Minderheit" gehört immerhin ein Drittel der Bevölkerung an, also immerhin rund einhundert Millionen Menschen.

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Für diese 33 Prozent der US-Bevölkerung spielt es keine Rolle, wie die Vereinigten Staaten von Amerika gegen Nordkorea zuschlagen würden. Es gibt "keine signifikante Veränderung" bei der Frage, ob sie einem Militärschlag auch dann zustimmen würden, wenn dabei Atombomben eingesetzt werden würden und sich dadurch die Opferzahlen "von 15.000 auf 1,1 Millionen erhöht, einschließlich einer Million Zivilisten".

Dieses Ergebnis folgt laut den Wissenschaftlern einem bereits bekannten Muster innerhalb der US-Bevölkerung, welche "nur eine bedingte Aversion für den Gebrauch von Nuklearwaffen und eine schockierende Bereitschaft der Unterstützung für das Töten von feindlichen Zivilisten zeigt".

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Die Umfrage habe auch ergeben, dass es einen Zusammenhang zwischen der Unterstützung für die Todesstrafe in den USA und dem Massenmord an vermeintlichen Feinden gibt. "Als die Zahl von zu erwartenden nordkoreanischen Opfern von 15.000 auf 1,1 Millionen stieg, stieg bei den Befragten, die für die Todesstrafe sind, auch die Präferenz für den Gebrauch von Nuklearwaffen von 38 Prozent auf 49 Prozent". So sagte eine(r) der Befragten, dass es "unsere beste Chance für die Auslöschung der Nordkoreaner ist". Auf der anderen Seite fiel die Zustimmung für einen Nuklearschlag bei denen, die gegen die Todesstrafe sind, von 26 Prozent auf sieben Prozent im selben Szenario.

Der Bericht des Bulletin of the Atomic Scientists hielt fest, "wie zutiefst falsch informiert Amerikaner über offensive und defensive US-militärische Fähigkeiten sind". So glaubt mehr als ein Drittel der Befragten daran, dass die USA mit nur einem einzigen Angriffsschlag die nordkoreanischen Nuklearwaffen ausschalten könnten. Deshalb ruft der Bericht "zu erneuten Anstrengungen bei der öffentlichen Erziehung in nuklearen" Belangen auf, damit Wissenschaftler "die Fakten kommunizieren und damit die Kalkulationen einer informierten Bevölkerung beeinflussen können".

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