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Senator: USA müssen Venezuela besetzen, um andere Länder auf Linie zu bringen

Senator: USA müssen Venezuela besetzen, um andere Länder auf Linie zu bringen
US-Senator Lindsey Graham ist davon überzeugt, dass durch Interventionen im "eigenen Hinterhof" andere Länder dazu gebracht werden können, die US-Führung zu akzeptieren.
US-Senator Lindsey Graham ist als Falke bekannt, der Konflikte gern militärisch lösen würde. Um Länder, die gegen die von den USA geführte Außenpolitik sind, auf Washingtoner Linie zu bringen, empfiehlt der Senator die Besatzung von Venezuela, um ein Exempel zu statuieren.

Er ist nicht einfach nur einer von den einhundert Senatoren des US-Kongresses. Lindsey Graham war einer der "drei Amigos", wie der ehemalige General David Petraeus die Senatoren John McCain, Joe Lieberman und eben Graham selbst nannte. Fast das gesamte erste Jahrzehnt des neuen Jahrtausends hindurch beeinflusste dieses Triumvirat die außenpolitische Debatte der Vereinigten Staaten von Amerika. Gerade weil sie Vertreter der beiden großen Parteien waren, verlieh ihre gemeinsame Weltsicht von einem einzigartigen, militärisch starken Amerika als führende globale Nation den Nimbus einer überparteilichen Einigkeit.

Lindsey Graham, Republikanischer US-Senator, Washington, USA, 15. Januar 2019.

Mit dem Rücktritt von Lieberman im Jahr 2012 schwächte sich der Einfluss der beiden übrig gebliebenen "Amigos" ab, nachdem sie ihren Verbündeten bei den Demokraten verloren hatten. An der Haltung oder Einstellung von John McCain und Lindsey Graham änderte das aber überhaupt nichts. Als dann McCain nach jahrelangem Kampf gegen sein Krebsleiden im vergangenen Jahr starb, blieb nur noch Graham übrig.

Doch das hindert den Vorsitzenden des Justizausschusses des Senats nicht, seine militaristischen Sichtweisen in aller Öffentlichkeit zu verbreiten. So auch wieder vergangenen Freitag in einer Sendung von Fox News, in welcher es um die Migration von Lateinamerikanern über Mexiko in die USA ging, aber auch um den Iran und Venezuela. Dabei verbiss sich Graham insbesondere in Venezuela, wo die USA – mit Unterstützung u. a. von Deutschland – seit Monaten versuchen, die Regierung von Nicolás Maduro zu stürzen.

Zwar begrüße er die politischen "Erfolge" von US-Präsident Trump in Nordkorea, wo er es geschafft habe, dass das Nuklearprogramm "verlangsamt" wurde oder dass er internationales Recht gebrochen hat und aus dem Atomabkommen mit dem Iran ausgestiegen ist. Damit aber andere Länder, die sich nicht dem Diktat der US-Außenpolitik beugen wollen, wieder auf Linie zu bringen, muss Washington beweisen, dass man es ernst meint. "Fange mit deinem eigenen Hinterhof an", meinte der Senator.

Bring Venezuela in Ordnung, und jeder wird wissen, dass du es ernst meinst!

Was Graham damit meinte, machte er unmissverständlich klar:

Mach, was Reagan in Grenada gemacht hat! Stell eine Streitmacht auf!

Mit anderen Worten soll Trump eine Streitmacht aufstellen und in Venezuela einmarschieren lassen. Das ist genau das, was Ronald Reagan in dem kleinen Karibikstaat Grenada 1983 tat, nachdem seine Regierung falsche Berichte über US-Medien verbreiten lassen hat, dass die Sowjetunion eine U-Boot-Basis bauen und modernste Waffensysteme liefern würde. Reagan belog selbst die britische Premierministerin Margret Thatcher, als er ihr kurz vor der Invasion versicherte, dass keine US-Invasion bevorsteht.

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