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Glyphosat-Streit um Krebsrisiken in den USA: Richter fordert Vergleich der Kläger mit Bayer

Glyphosat-Streit um Krebsrisiken in den USA: Richter fordert Vergleich der Kläger mit Bayer
Demonstration gegen Monsanto, Hamburg, Deutschland, 18. Mai 2019.
Bei den Klagen gegen die Bayer-Tochter Monsanto um deren glyphosathaltigen Unkrautvernichter drängt ein US-Richter nun auf eine gütliche Einigung. Dreimal verlor Bayer bereits vor Gericht. Die Schadensersatzforderungen gehen in die Milliarden.

Der Chemiekonzern Bayer weist Gesundheitsgefahren durch Glyphosat bei richtiger Anwendung zurück und verweist auf zahlreiche wissenschaftliche Studien. Der Unkrautvernichter Glyphosat steht im Verdacht krebserregend zu sein. 

Krebserregend? Das Monsanto-Produkt Roundup bei einem Einzelhändler in Kalifornien im Juli 2018

Mittlerweile sind es schon drei Gerichtsschlappen, die das Management um Bayer-Chef Werner Baumann zunehmend in Bedrängnis bringen. Die jüngste Niederlage geht mit einer Schadenersatzforderung der Kläger von rund 2 Milliarden US-Dollar (rund 1,8 Milliarden Euro) einher. Der Konzern hofft zudem auf günstigere Urteile von Berufungsrichtern in den nächsten Instanzen. Allerdings dürfte der Druck angesichts von mittlerweile 13.400 Klagen in den USA wachsen, eine außergerichtliche Einigungen zumindest in Betracht zu ziehen.

Ein US-Richter drängt im jüngsten Streit um angebliche Krebsrisiken glyphosathaltiger Unkrautvernichter der Bayer-Tochter Monsanto weiter auf den Versuch einer gütlichen Einigung. Der zuständige Richter Vince Chhabria, dem mehrere hundert Klagen von Landwirten, Gärtnern und Verbrauchern als Sammelklagen vorliegen, bestellte auf vorläufiger Basis den angesehenen Schlichter Kenneth Feinberg, wie aus Berichten vom Mittwoch hervorgeht. Er soll Gespräche zwischen Bayer und den Klägeranwälten über einen möglichen Vergleich leiten. Beide Seiten müssen Feinberg, der allerdings noch nicht offiziell verpflichtet ist, nun binnen zwei Wochen treffen.

Richter Chhabria hatte die Parteien bereits Mitte April aufgefordert, einen Mediator einzuschalten. Falls die Parteien sich hierauf nicht einigen könnten, würde er einen Schlichter bestellen. Bayer hatte kurz davor den zweiten Glyphosat-Fall in den USA verloren. Bei den beiden Urteilen waren Krebspatienten jeweils etwa 80 Millionen Dollar an Schadenersatz zugesprochen worden.

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(rt deutsch/dpa) 

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