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USA: Chemieprofessor stellt Prüfungsfrage zu Giftgasmenge in Gaskammern

USA: Chemieprofessor stellt Prüfungsfrage zu Giftgasmenge in Gaskammern
USA: Chemieprofessor stellt Prüfungsfrage zu Giftgasmenge in Gaskammern
Wie viel Gas mussten die Nazis für eine Gaskammer verwenden, um KZ-Häftlinge während des Holocaust zu vergiften? Ein Chemieprofessor aus dem US-Bundesstaat Vermont wurde freigestellt, nachdem er seinen Studenten diese Prüfungsfrage bei einem Test gestellt hat.

Der Fall sorgte für Aufsehen, nachdem eine Studentenzeitschrift Anfang April über den Chemieprofessor Jeff Byers berichtet hat, der seit dem Jahr 1986 am Middlebury College unterrichtet und seinen Studenten bei einem Test folgende Aufgabe stellte: "Cyanwasserstoff ist ein giftiges Gas, das Nazi-Deutschland während des Holocaust für grausame Tötungen in den Gaskammern verwendet hat." Die Studierenden mussten berechnen, wie viel Cyanwasserstoff in einem Raum mit einer bestimmten Fläche eine tödliche Dosis ergibt.

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Mehrere Schüler behaupteten, sie seien durch die Art und Weise, wie die Frage gestellt wurde, verwirrt gewesen. "Ich war außer Fassung, als ich die Frage sah, da der Holocaust nicht etwas ist, was man verharmlosen sollte, insbesondere weil ich Jüdin bin. Und die Aufgabe lautete zu berechnen, wie viel Giftgas man für einen Raum benötigt, um zu töten", sagte eine Schülerin.

Als weitere Prüfungsfragen unter die Lupe genommen wurden, entdeckte man eine unzulässige Frage, die sich auf den Ku-Klux-Klan bezog. Die Frage war wohl lustig gemeint, war aber "unbegründet und beleidigend", sagte die Schule. Wie sie genau lautete, hat die Schule nicht bekannt gegeben. Der Professor wurde bis zum Ende des Semesters freigestellt. Er hat sich für seine Prüfungsfragen bereits entschuldigt. Byers sehe ein, dass sie beleidigend und schmerzhaft waren, erklärte er auf der Webseite der Hochschule:

Ich entschuldige mich und übernehme die volle Verantwortung für meine Handlungen bei der Durchführung von zwei Prüfungen im letzten Jahr, die eindeutig beleidigende, schmerzhafte und für unsere Schüler verletzende Fragen enthielten", schrieb er. "Ich kann keine andere Erklärung für meine Handlungen als Unachtsamkeit und Selbstüberschätzung bieten."

"Wir erwarten, dass unsere Fakultät mit Nachdenklichkeit, gutem Urteilsvermögen und Reife lehren und führen kann. Zu sagen, dass wir in diesem Fall versagt haben, ist eine Untertreibung", sagte Laurie Patton, die Direktorin des Middlebury College.

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