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"Haben innere Kraft nicht genutzt": US-Uni-Lektüre gibt Holocaust-Opfern Schuld an ihrem Tod

"Haben innere Kraft nicht genutzt": US-Uni-Lektüre gibt Holocaust-Opfern Schuld an ihrem Tod
Konnten innere Kraft nicht erschließen: US-Uni-Lektüre gibt Holocaust-Opfern Schuld für ihren Tod
Ein Online-Lehrbuch aus dem Bildungsplan der University of North Carolina hat immense Kritik geerntet, nachdem es im Kontext gesunder Lebensweise ein Beispiel mit Opfern nationalsozialistischer Massenvernichtungslager angeführt hatte. Nach Auffassung seiner Autoren sollen die Holocaust-Toten selbst die Verantwortung für ihr Schicksal tragen, weil sie dabei gescheitert seien, sich ihre innere Kraft zunutze zu machen.

Das Buch mit dem Titel "Wellness des 21. Jahrhunderts: Die Wissenschaft über das Gesamtbild des Individuums" gehöre zur Pflichtlektüre von etwa 19.000 Studenten der Universität, die am Lehrgang "Lebenslange Fitness" teilnehmen, berichtet CNN. Außerdem sollen 15 andere prominente US-Hochschulen in ihren Lehrplänen darauf zugreifen. Im Rahmen des Kurses, der für alle Studierenden obligatorisch ist, werden sie über die Prinzipien der gesunden Lebensführung und die Aufrechterhaltung körperlicher Gesundheit aufgeklärt.

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Doch in einer Passage stellen die Verfasser eine These auf, die für Entrüstung sorgt: "Die Menschen in den Konzentrationslagern, die nicht die Kraft aus ihrem inneren Wert schöpften, erlagen der Unmenschlichkeit, der sie ausgesetzt waren", so der Wortlaut des Buches. Dabei berufe sich das Narrativ auf den österreichischen Psychotherapeuten und Holocaust-Überlebenden Viktor Frankl, der aufgrund seiner grausamen Erlebnissen eine Existenzanalyse entwickelte, laut der sogar die brutalsten Existenzformen ihren Sinn haben. Ferner nennt das Buch solche Krankheiten wie Krebs und Diabetes "Wahlkrankheiten".

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