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Trump: Kronprinz war wohl eingeweiht in Khashoggi-Ermordung - Saudis trotzdem "großer Verbündeter"

Trump: Kronprinz war wohl eingeweiht in Khashoggi-Ermordung - Saudis trotzdem "großer Verbündeter"
US-Präsident Donald Trump (rechts) empfängt den saudischen Kronprinzen Mohammed bin Salman im Oval Office des Weißen Hauses am 20. März 2018 in Washington, DC.
US-Präsident Trump hat erklärt, dass der saudische Kronprinz "sehr gut" im Voraus über den Plan zur Ermordung des Journalisten Jamal Khashoggi Bescheid gewusst haben könnte. Dennoch werden die USA ein "standhafter Partner" Saudi-Arabiens bleiben.

In einer Erklärung, die am Dienstag veröffentlicht wurde, sagte Donald Trump, dass der Mord an Khashoggi ein "inakzeptables und schreckliches Verbrechen" sei und dass "es sehr wohl sein könnte, dass der Kronprinz Kenntnis von diesem tragischen Ereignis hatte".

Konsequenzen will das Staatsoberhaupt der USA jedoch nicht ziehen. Stattdessen bekräftigte er die strategische Allianz zwischen den USA und Saudi-Arabien. Das Königreich, so die offizielle Stellungnahme, sei ein wichtiger Verbündeter gegen den Iran und ein wichtiger Öllieferant.

Der Präsident betonte erneut die Bedeutung der Aufrechterhaltung des Rüstungsgeschäfts der USA mit der saudischen Regierung, was für die USA eine "enorme wirtschaftliche Entwicklung" bedeutet.

Pro-saudische Kräfte sammeln sich am östlichen Stadtrand von Hodeidah, während sie am 8. November 2018 mit Huthi-Rebellen um die Kontrolle der Stadt kämpfen.

"Ich werde nicht die Weltwirtschaft zerstören, und ich werde nicht die Wirtschaft für unser Land zerstören, indem ich in Sachen Saudi-Arabien dumm bin", sagte Trump am Dienstag Reportern.

Trumps Beharrlichkeit bei der Aufrechterhaltung lukrativer Waffengeschäfte steht in krassem Gegensatz zu der Reaktion einiger seiner Verbündeten. Am Montag bestätigte das deutsche Bundeswirtschaftsministerium, dass alle deutschen Waffengeschäfte mit Saudi-Arabien, einschließlich derjenigen, die vor Khashoggis Verschwinden im Oktober unterzeichnet wurden, gestoppt wurden.

Trump sah sich allerdings gezwungen, eine Reaktion zu zeigen. Vergangene Woche ließ er 17 saudische Einzelpersonen sanktionieren, einschließlich Maher Abdulaziz Mutreb, von dem die türkischen Behörden glauben, dass er ein 15-köpfiges "Tötungsteam" in Istanbul anführte, um Khashoggi zu ermorden.

Trumps verhaltene Reaktion auf den Mord wurde von der Legislative in den USA kritisiert. Der republikanische Senator Rand Paul forderte, dass Trump den Waffenhandel der USA mit Riad aussetzen solle, und der republikanische Senator Lindsey Graham, ein enger Verbündeter von Trump, betonte am Sonntag, dass er den Kronprinzen persönlich als verantwortlich für den Tod von Khashoggi ansieht.

"Sie sind ein wichtiger Verbündeter, aber wenn es um den Kronprinzen geht, ist er irrational, er ist durcheinander und ich denke, er hat der Beziehung (zwischen) den Vereinigten Staaten und Saudi-Arabien viel Schaden zugefügt. Und ich habe nicht die Absicht, jemals wieder mit ihm zusammenzuarbeiten", adressierte Lindsay Graham in seinem Gespräch mit dem Fernsehsender NBC den US-Präsidenten.

In seiner Erklärung vom Dienstag sagte Trump, dass er verstehe, dass es "Mitglieder des Kongresses gibt, die aus politischen oder anderen Gründen in eine andere Richtung gehen möchten - und sie sind frei, dies zu tun".

Trump sagte, dass er zwar "alle Ideen berücksichtigen wird", die ihm vorgelegt werden, aber wahrscheinlich keine Schritte unternehmen wird, um seine Beziehung zum saudischen Königreich zu verändern.

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