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Keine Marken, keine Namen: Wer sind die mysteriösen Sicherheitskräfte in Washington?

Keine Marken, keine Namen: Wer sind die mysteriösen Sicherheitskräfte in Washington?
Nicht sehr gesprächig: Die unidentifizierbaren Sicherheitsbeamten im Washington.
Die US-Armee hat Soldaten nach Washington verlegt. Die Nationalgarde und verschiedene Polizeieinheiten sind schon vor Ort. Doch eine weitere Gruppe von Sicherheitsbeamten, die sich scheinbar nicht identifizieren wollen, sorgt in den USA für wilde Spekulationen.

Sie stehen auf den Straßen der US-amerikanischen Hauptstadt Washington und verbergen sowohl ihren Namen als auch ihren Arbeitgeber – ein höchst ungewöhnlicher Vorgang, der in den USA für einigen Wirbel sorgte.

Videos und Fotos der mysteriösen, bewaffneten Einheiten kursierten schnell im Netz. Ein Bewohner Washingtons twitterte, dass es ihm in der Hauptstadt momentan "wie unter einer Art militärischer Besatzung" vorkomme.

Ein Video, das am Donnerstag auf Twitter gepostet wurde, zeigt eine Reihe von Sicherheitsbeamten ohne Identifikationsmerkmale oder Abzeichen, die in der Nähe des Weißen Hauses Wache stehen. "Sie weigerten sich, uns zu sagen, zu wem sie gehören", sagt die Person, die das Video geteilt hat.

Andere wiederum sollen sich einem weiteren Tweet zufolge lediglich als "Angehörige des Justizministeriums" ausgegeben haben.

Laut einem Bericht des US-amerikanischen Nachrichtensenders NBC News handelt es sich zumindest bei einigen der Männer um Sicherheitsbeamte, die normalerweise Gefangene in Gefängnissen beaufsichtigen.

Der demokratische Senator des US-Bundesstaates Connecticut, Chris Murphy, sieht sich an Methoden von Diktatoren erinnert. In einer Erklärung sagte er: "Präsident Trump versucht, friedliche Demonstranten einzuschüchtern, indem er nicht identifizierbare und nicht rechenschaftspflichtige Bundesvollzugsbeamte und Mitglieder der Streitkräfte durch die Straßen von D. C. [Washington] streifen lässt." Und er ergänzte:

Die Vereinigten Staaten würden diese Taktik normalerweise verurteilen, wenn sie von Diktatoren anderer Länder angewandt wird, und ihre Anwendung hier bedroht direkt unsere Demokratie.

Tumultartige Szenen während einer Demonstration in Las Vegas am 29. Mai 2020.

Der Vertreter des US-Bundesstaates Virginia im Kongress, Don Beyer, sagte, er sei erst auf das Thema aufmerksam geworden, als ein Wähler ihn angerufen habe, um ihm mitzuteilen, dass er Polizeibeamte mit schwarzem Klebeband über ihren Abzeichen und Namen gesehen habe. "So etwas habe ich noch nie gesehen", sagte Beyer gegenüber NBC News. "Ich war entsetzt."

"Diese Leute könnten irgendjemand sein. Ihnen wurde fast Straffreiheit für alles, was sie tun würden, gewährt, weil es schwierig war, sie zu identifizieren", so Beyer. Und er ergänzte:

Und wenn wir eine Strafverfolgung und sogar ein Militär wollten, das außer Kontrolle geraten ist, stellen Sie einfach sicher, dass Sie sie nicht zur Rechenschaft ziehen können.

Bei einer Pressekonferenz am Donnerstag sagte der US-Generalstaatsanwalt William Barr, dass ihm nicht bekannt sei, dass Mitarbeiter des Gefängnisbüros angewiesen wurden, sich nicht auszuweisen, und dass sie sich nicht ausweisen müssten, da sie normalerweise nicht außerhalb der Gefängnisse tätig seien. Gleichzeitig zeigte er aber Verständnis für die Beamten. Er könnte verstehen, warum einige dieser Personen einfach nicht mit den Leuten darüber reden wollten, wer sie sind, wenn dies tatsächlich der Fall gewesen sei.

Offenbar scheint Washington nicht der einzige Ort in den USA zu sein, an dem die mysteriösen Beamten auftauchten. Einige Twitter-Posts erwähnen ähnliche Vorfälle bei den Protesten in Philadelphia.

"Wie soll jemand sicher wissen, dass er überhaupt ein echter Polizist ist?", schrieb ein Twitter-Nutzer zu einem Foto, das einen Beamten in schwarzer Uniform zeigt, dessen Name und Abzeichen überklebt sind.

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