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Microsoft: Künstliche Intelligenz ersetzt Journalisten – Dutzende Mitarbeiter bereits entlassen

Microsoft: Künstliche Intelligenz ersetzt Journalisten – Dutzende Mitarbeiter bereits entlassen
Immer mehr Beschäftigten macht künstliche Intelligenz den Arbeitsplatz streitig – auch beim US-Technologiekonzern Microsoft. (Symbolbild)
Der Technologiekonzern Microsoft betreibt auch Nachrichtenseiten. Hunderte Redakteure betreuten bislang die entsprechenden Nachrichten und Geschichten. Nun wurden jedoch Dutzende Mitarbeiter an die Luft gesetzt. Ihre Arbeit wird in Zukunft von künstlicher Intelligenz übernommen.

Die weltweite Corona-Krise hat nicht nur Verlierer hervorgebracht. Vor allem die großen Technologiekonzerne konnten während der vergangenen Monate – nicht zuletzt aufgrund der Corona-Beschränkungen in diversen Ländern der Welt – ihre Gewinne sogar steigern. Das vom US-Milliardär Bill Gates gegründete Unternehmen Microsoft zählt ebenfalls zu den Gewinnern der Corona-Krise.

Das Vermögen des Amazon-Gründers Jeff Bezos stieg in nur zwei Monaten um rund 30 Prozent an.

Wie jetzt berichtet wird, entließ der Technologiegigant Dutzende von Journalisten und Redakteuren, um deren Arbeit in Zukunft von künstlicher Intelligenz (KI) erledigen zu lassen. So werden demzufolge ab Juli Microsoft News, die Microsoft-Tochter MSN und Microsoft Edge mit Inhalten versorgt, die durch KI kuratiert, also ausgewählt und verwaltet werden und nicht mehr von Menschenhand.

Den Mitarbeitern, die die Nachrichten auf Microsofts MSN-Webseite und dem (...) Edge-Browser bearbeiten, wurde mitgeteilt, dass sie nicht länger benötigt werden, da nun Roboter ihre Arbeit übernehmen", berichtete der britische Guardian.

Demnach sind in den USA bislang etwa 50 Arbeitsplätze betroffen, während in Großbritannien 27 Stellen abgebaut wurden. Viele der betroffenen Mitarbeiter sind Teil der SANE-Abteilung des US-Technologiekonzerns (Suche, Anzeigen, News und Edge).

Wie alle Unternehmen bewerten wir unser Geschäft regelmäßig. Dies kann an einigen Orten zu erhöhten Investitionen und von Zeit zu Zeit zu einer Neuausrichtung an anderen Orten führen", erklärte ein Microsoft-Sprecher.

Zudem stehe die Entscheidung, nun verstärkt auf KI zu setzen, in keinem Zusammenhang mit der "aktuellen Pandemie".

Während Microsoft einen Zusammenhang mit der Corona-Krise verneint, weist das Branchenmagazin The Verge darauf hin, dass aufgrund der Pandemie "Medienunternehmen auf der ganzen Welt durch den Einbruch der Werbeeinnahmen im Fernsehen, in den Zeitungen, im Internet und anderen Bereichen hart getroffen" worden seien.

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Das US-Unternehmen Microsoft ist seit mehr als 25 Jahren im Nachrichtengeschäft tätig, nachdem das Unternehmen im Jahr 1995 das Webportal MSN für verschiedene Informationsdienste ins Leben gerufen hatte. Bei der Einführung von Microsoft News vor fast zwei Jahren gab Microsoft bekannt, dass man "mehr als 800 Redakteure an 50 Standorten in der ganzen Welt" beschäftige.

Wir sind stolz auf die Arbeit, die wir mit Microsoft geleistet haben, und wir wissen, dass wir einen qualitativ hochwertigen Dienst geleistet haben", sagte ein Microsoft-Sprecher.

Am 21. März protestierten in Berlin Aktivisten der

Bereits seit Monaten vollzieht das Silicon-Valley-Urgestein im Bereich Microsoft News die allmähliche Umstellung auf künstliche Intelligenz, um nach Inhalten zu suchen, diese zu verarbeiten und zu filtern. Selbst Fotos werden den verbleibenden Redakteuren zur Verwendung vorgeschlagen.

Ich verbringe meine ganze Zeit damit, darüber zu lesen, wie Automatisierung und KI all unsere Jobs übernehmen werden, und nun ist es passiert – KI hat meinen Job übernommen", erklärte ein MSN-Mitarbeiter dem britischen Guardian.

Laut dem Mitarbeiter ist die Entscheidung, Menschen durch Software zu ersetzen, riskant, da sich menschliches Personal an "sehr strenge redaktionelle Richtlinien" zu halten habe. Diese stellten u.a. sicher, dass den Benutzern keine gewalttätigen oder unangemessenen Inhalte präsentiert würden, was besonders für jüngere Benutzer wichtig sei.

Die Microsoft-Redakteure erstellen die auf den hauseigenen Nachrichtenseiten präsentierten Originalbeiträge nicht selbst. Die Inhalte werden von Medienpartnern zugeliefert. Die Mitarbeiter der Microsoft-Website üben jedoch die redaktionelle Kontrolle aus, indem sie die zu publizierenden Inhalte auswählen, dem Format entsprechend redigieren und anpassen. Die erzielten Werbeeinnahmen werden mit den Zulieferern geteilt.

Vor etwa einem Monat veröffentlichte Microsoft seine Zahlen für das dritte Quartal des Finanzjahres 2020. In diesem Zeitraum, der am 31. März 2020 endete, belief sich der Umsatz des Konzerns auf 35 Milliarden US-Dollar, was einem Plus von 15 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Die Betriebseinnahmen beliefen sich demnach auf 13 Milliarden US-Dollar, ein Anstieg von 25 Prozent. Der Nettogewinn belief sich auf 10,8 Milliarden US-Dollar. Dies entspricht einem Anstieg von 22 Prozent.

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