icon bookmark-bicon bookmarkicon cameraicon checkicon chevron downicon chevron lefticon chevron righticon chevron upicon closeicon v-compressicon downloadicon editicon v-expandicon fbicon fileicon filtericon flag ruicon full chevron downicon full chevron lefticon full chevron righticon full chevron upicon gpicon insicon mailicon moveicon-musicicon mutedicon nomutedicon okicon v-pauseicon v-playicon searchicon shareicon sign inicon sign upicon stepbackicon stepforicon swipe downicon tagicon tagsicon tgicon trashicon twicon vkicon yt

Waldbrand in Kalifornien erfasst Chemie- und Nuklearlabor – Wissenschaftler, Bevölkerung beunruhigt

Waldbrand in Kalifornien erfasst Chemie- und Nuklearlabor – Wissenschaftler, Bevölkerung beunruhigt
Waldbrand in Kalifornien erfasst Chemie- und Nuklearlabor – Wissenschaftler, Bevölkerung beunruhigt (Satellitenaufnahme des Testgeländes Santa Susana Field Lab, bearbeitet von der Vereinigung Physicians for Social Responsibility . Rot umkreist: Der wahrscheinliche Ausbruchsort des Woolsey-Brandes.)
Die in Kalifornien wütenden Waldbrände haben auch das Santa Susana Field Lab erfasst – ein großes Testgelände für nukleare und chemische Technologie. Teile der Bevölkerung im Umland befürchten nun, dass die Atemluft von diversen Toxinen verseucht sein könnte, die infolge des Brandes aus dem Boden des Geländes entwichen sein könnten. Wissenschaftler der Vereinigung Physicians for Social Responsibility (dt. etwa Ärzte für soziale Verantwortung) teilen diese Besorgnis.

Das SSFL-Gelände diente unter anderem zur Erprobung von Atomreaktoren und Raketentriebwerken. Es ging in den späten 1940er Jahren in Betrieb und unterlag dementsprechend lange Zeit deutlich weniger strengen Umweltvorschriften als heute üblich: So wurden bei einer Kernschmelze am Sodium Reactor Experiment (einem mit Flüssignatrium gekühlten Versuchs-Atomreaktor) radioaktive Gase freigesetzt. Anwohner, Wissenschaftler und Umweltschutz-Gruppen bemängeln, das Gelände sei seit beziehungsweise trotz Einführung strengerer Umweltvorschriften immer noch nicht richtig dekontaminiert worden.

Die zuständige Behörde, das California Department of Toxic Substances Control (DTSC), gab an, die Pegel der Strahlungs- und Toxinbelastung der Atemluft seien – mit den angesichts der Waldbrände nötigen Abstrichen – innerhalb der Normen. Jedoch scheinen diese Behauptungen nicht besonders glaubwürdig: In der Vergangenheit wurde bei einer Ermittlung des Bundesstaates Kalifornien gegen das DTSC festgestellt, die Behörde habe es verschleppt, die Durchsetzung neuer Umweltrichtlinien durch diverse Unternehmen zu erzwingen.

Mehr zum Thema – Massive Waldbrände in Kalifornien: Zahl der Toten steigt auf 44

Diese Webseite verwendet Cookies. Klicken Sie hier, um mehr zu erfahren

Cookies zulassen