Milliarden zum Versenken: Nach teurer Vergrößerung spanischen U-Bootes nun auch neue Docks nötig

Milliarden zum Versenken: Nach teurer Vergrößerung spanischen U-Bootes nun auch neue Docks nötig
(Symbolbild)
BER auf Spanisch: In Geld schwimmt das spanische Militär nicht unbedingt, aber dafür haben sie jetzt neue U-Boote des Typs S-80 Plus. Allerdings scheint das Geld fast schon sprichwörtlich versenkt, denn nach der teuren, weil nicht im Originalprojekt vorgesehenen, Rumpf-Verlängerung passt das U-Boot nicht mehr in das vorgesehene Dock auf dem Stützpunkt in Cartagena in der südspanischen Provinz Murcia.

Zuerst sind in den Berechnungen im Jahr 2005 angelegten Projekt des U-Bootes Fehler begangen worden: Bei einer Länge von 71 Metern und einer Tonnage von 2.200 Tonnen konnte das S-80 zwar sehr gut abtauchen – nur das Auftauchen war unter bestimmten Umständen nicht mehr garantiert. Zur Behebung der Fehler heuerte das Verteidigungsministerium Spaniens 2013 die US-Firma Electric Boat an. Diese meinte, das Boot muss um zehn Meter verlängert und sein Deplacement um das Eineinhalbfache bis auf 3.200 Tonnen vergrößert werden. Damit übersteigt jedoch die neue Länge des überarbeiteten Projekts, das nun S-80 Plus heißt, die Länge der dafür vorgesehenen 78 Meter langen Docks auf dem Stützpunkt Cartagena um ganze drei Meter. Und das Verteidigungsministerium steht nun vor einer neuen Aufgabe – 16 Millionen Euro für den Ausbau der Docks aufzutreiben.

Mehr zum Thema - Reales Kriegstraining: US-Truppen versenken mit Raketen eigenes Panzer-Landungsschiff

Diese Mehrausgabe mutet jedoch nicht allzu groß an, wenn man die Mehrkosten für die Korrektur des Bauprojekts für die U-Boote selbst bedenkt: Ursprünglich sind für den Bau von vier S-80-U-Booten 2,132 Milliarden Euro eingeplant worden, nun beträgt die Summe 3,907 Milliarden für vier S-80 Plus.

Diese Webseite verwendet Cookies. Klicken Sie hier, um mehr zu erfahren

Cookies zulassen