Traditionelle Stierrennen in Pamplona enden mit 31 Verletzten

Traditionelle Stierrennen in Pamplona enden mit 31 Verletzten
Traditionelle Stierrennen in Pamplona enden mit 31 Verletzten
Bei den diesjährigen Stierrennen des traditionsreichen Sanfermines-Festes sind in Spanien insgesamt 31 Läufer ins Krankenhaus gekommen. Bei der achten und letzten Stierhatz in Pamplona im Norden des Landes wurden am Samstag sieben Verletzte ins Krankenhaus gebracht. Besonders bange Momente gab es zum Abschluss der Stiertreiben, als ein Franzose von einem Bullen am Halstuch erwischt und mehrere Meter mitgezerrt wurde.

Die diesjährigen Rennen von Pamplona verliefen relativ glimpflich - nur zwei Läufer wurden bei den acht Stiertreiben auf die Hörner genommen. Ein 38 Jahre alter Spanier, der vor einer Woche beim ersten Rennen am Bein und am Gesäß aufgespießt worden war und eine sechs Zentimeter lange Wunde erlitten hatte, wurde am Freitag aus dem Krankenhaus entlassen. Am selben Tag wurde ein 19 Jahre alter Spanier an der linken Achselhöhle aufgespießt.

Jedes Jahr werden in Pamplona acht Tage lang am frühen Vormittag jeweils sechs zum Teil über 600 Kilogramm schwere Kampfbullen und auch mehrere Leitochsen von Hunderten Männern und einigen wenigen Frauen für die Stierkämpfe am Abend durch die engen Gassen in die Arena gejagt. Bei den Mutproben der Läufer über die 875 Meter lange Strecke werden jedes Jahr Dutzende verletzt. Das letzte Todesopfer hat es im Jahr 2009 gegeben. Tierschützer sorgen sich nicht um die Läufer, sondern um die Bullen. Auch dieses Jahr haben sie gegen die Veranstaltung protestiert. (dpa)

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