EU kann sich im Fall Skripal nicht auf klare Schuldzuweisung einigen

EU kann sich im Fall Skripal nicht auf klare Schuldzuweisung einigen
EU kann sich im Fall Skripal nicht auf klare Schuldzuweisung einigen
Im Fall des Giftanschlags auf den Ex-Doppelagenten Sergej Skripal hat sich die EU geschlossen hinter Großbritannien gestellt, allerdings keine Einigung über Anschuldigungen gegen Russland erzielt. In einer am Montag bei einem Außenministertreffen in Brüssel verabschiedeten Erklärung heißt es lediglich, die EU nehme die Einschätzung Großbritanniens sehr ernst, dass höchstwahrscheinlich Russland für den Anschlag verantwortlich sei.

Als ein Grund für die vergleichsweise zurückhaltenden Formulierungen in dem Text gelten Einwände Griechenlands. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hatten noch am vergangenen Donnerstag gemeinsam mit US-Präsident Donald Trump eine deutlich weitreichendere Erklärung unterzeichnet.

In der von den EU-Außenministern beschlossen Erklärung heißt es nun, Russland müsse unverzüglich alle Fragen zu dem Fall beantworten. Man unterstütze die Anstrengungen Großbritanniens, die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen. Der Anschlag sei der erste seit mehr als 70 Jahren gewesen, bei dem in Europa ein militärischer Nervenkampfstoff zum Einsatz gekommen sei. Der Einsatz von Chemiewaffen sei nicht hinnehmbar. (dpa)

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