Vorfall im griechisch-türkischen Grenzgebiet: Griechische Soldaten weisen Spionagevorwürfe zurück

Vorfall im griechisch-türkischen Grenzgebiet: Griechische Soldaten weisen Spionagevorwürfe zurück
Vorfall im griechisch-türkischen Grenzgebiet: Griechische Soldaten weisen Spionagevorwürfe zurück (Symboblild)
Zwei nach dem Überschreiten der Grenze in der Türkei festgenommene griechische Soldaten haben die gegen sie erhobenen Spionagevorwürfe zurückgewiesen. "Wir sind keine Spione, wir haben die Grenze nicht absichtlich überquert. Es ist wegen des schlechten Wetters passiert", sagte Leutnant Aggelos Mitretodis vor Gericht. Er war gemeinsam mit einem Feldwebel gefasst worden.

In der Region des Grenzflusses Evros bzw. Meric hatte es in den vergangenen Tagen stark geschneit. Die Soldaten gaben an, dass sie Fußspuren mutmaßlicher Migranten gefolgt seien. Ein Sprecher der griechischen Regierung sagte dem Sender ERT, griechische und türkische Kommandostellen seien wegen der beiden Männer miteinander in Kontakt.

Die Beziehungen zwischen den NATO-Partnern Türkei und Griechenland sind angespannt. Ankara fordert die Auslieferung von acht Soldaten, die sich nach dem Putschversuch im Juli 2016 per Hubschrauber nach Griechenland abgesetzt haben. Streit gibt es auch um Gaserkundungen südöstlich von Zypern. (dpa)

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