Saudi-Arabien: Regierung fordert 100 Milliarden US-Dollar von inhaftierten Prinzen für Freispruch

Saudi-Arabien: Regierung fordert 100 Milliarden US-Dollar von inhaftierten Prinzen für Freispruch
Saudische Prinzen lehnen sich gegen Ende der Subventionen für Königsfamilie auf – elf Festnahmen
Die Regierung Saudi-Arabiens will 100 Milliarden US-Dollar (etwa 81,5 Milliarden Euro) von den verhafteten saudischen Prinzen bekommen. Falls diese Summe gezahlt wird, wollen die Behörden die Festgenommenen von Korruptionsvorwürfen freisprechen.

Die Verhandlungen mit den Prinzen, die im Luxushotel Ritz-Carlton in Riad festgehalten werden, sollen bis Ende Januar abgeschlossen werden. 90 Menschen akzeptierten bereits die Bedingungen der Regierung und wurden freigelassen, weitere fünf überlegen noch und die restlichen 95 wollen nicht zahlen und könnten auf die Anklagebank geraten.

Im November 2017 hatte das Nationale Komitee gegen Korruption rund 200 Menschen verhaftet, unter ihnen Prinzen, hochrangige Beamte und Geschäftsleute. Sie wurden der Geldwäsche, Korruption sowie Befugnisüberschreitung beschuldigt.

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