Warnstreiks der IG Metall haben begonnen

Warnstreiks der IG Metall haben begonnen
Warnstreiks der IG Metall haben begonnen
Im Tarifkonflikt der deutschen Metall- und Elektroindustrie hat die IG Metall eine erste große Warnstreikwelle gestartet. Bereits unmittelbar nach Mitternacht legten am Montag Mitarbeiter von Firmen im fränkischen Aschaffenburg und im westfälischen Iserlohn die Arbeit für kurze Zeit nieder.

Nach Angaben eines IG-Metall-Sprechers waren 35 Mitarbeiter des Betriebs sowie 30 Arbeiter aus anderen Firmen beteiligt. Sie wollten für 45 Minuten streiken. In Iserlohn nahmen einer Sprecherin zufolge rund 100 Arbeiter des Betriebs an einem Warnstreik teil.

Damit will die Gewerkschaft vor der dritten Verhandlungsrunde am 15. Januar den Druck auf die Arbeitgeber erhöhen. Am 31. Dezember endete die Friedenspflicht in der Branche, so dass Warnstreiks ab 1. Januar möglich sind. Die IG Metall fordert sechs Prozent mehr Geld und für alle 3,9 Millionen Beschäftigten die Option, ihre Arbeitszeit befristet auf 28 Wochenstunden absenken zu können. Schichtarbeiter, Eltern junger Kinder sowie pflegende Familienangehörige sollen zusätzlich einen Teillohnausgleich erhalten, wenn sie ihre Arbeitszeit reduzieren.

Die Metall- und Elektrobranche ist eine deutsche Schlüsselindustrie mit bundesweit 3,9 Millionen Beschäftigten - allein in Bayern sind es 839.000 Beschäftigte und die drei großen Unternehmen Siemens, BMW und Audi. (dpa)

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