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Carola Rackete und ihre neuen Legionäre – jetzt ruft das Klima

Carola Rackete und ihre neuen Legionäre – jetzt ruft das Klima
Jetzt rettet sie erst einmal das Klima: Carola Rackete im Juli 2019 auf Sizilien
Seenotrettung war gestern und Undank ist der Welten Lohn. Wen oder was retten wir als nächstes? Jetzt erst einmal das Klima, ab jetzt mit einer CO2-neutralen Yacht, versteht sich. Wir haben es ja, das nötige Kleingeld in der Portokasse. Wer macht mit?

von Jens Zimmer

Durch die Gnade ihrer Geburt in überaus reiche Verhältnisse steht Carola Rackete deutlich über den Sorgen schnöder Lohnarbeit. Sie lebt eine Freiheit, von der die meisten nicht zu träumen wagen. Und so, wie die Kinder anderer reicher Leute in den Penthäusern über der Stadt, entdeckte auch Carola in sich ein tiefes Schuld- und Pflichtgefühl für noch mehr Menschlichkeit.

Demonstranten beim

Ihren ganz persönlichen Drang, etwas gegen Elend und Leid auf diesem Planeten zu tun, irgendetwas wenigstens. Und sich dabei gut zu fühlen! Immer noch reich zu sein, aber eben auch wohltätig und milde. Geliebt im Feuilleton, auf Dichterlesungen und in einer Vernissage. Ein durch und durch rechtschaffenes Leben also.

Es sollte sein.

Nach ihrem angeblich riskanten "Havarie-Manöver" im Hafen von Lampedusa avancierte Rackete schnell zum Star aller moralisch Bewegten. Allenthalben erhob sich nicht enden wollender Applaus in den Wohlfühlmilieus und nachgeordneten Redaktionsstuben. Titelseiten, Talkshows, Preise – der ganz große Bauchpinsel also. Und das reiche Mädchen hatte es geschafft: Sie ist nun eine der Guten!

Dann stellte sich jedoch leider heraus, dass unter den von ihr auf See geretteten Menschen offenbar auch Vergewaltiger und Mörder waren. Kann das wahr sein? Für den Realisten eigentlich keine Überraschung. Und die Pessimisten denken ohnehin kaum noch an etwas Anderes. Selbst die Optimisten sind geschockt. Es bleibt die Frage, ob auch den Idealisten wenigstens ein kleiner Zacken aus der moralischen Krone bricht.

Nein: Carola und die ihren können nichts dafür. "Die kommen ohne Pässe", sagt Ruben Neugebauer. Er ist ein weiterer Leuchtturm aus Carolas Kaste der Guten unter den Wohlhabenden.

Und ja, es stimmt: Seit Jahren schon kommen die Menschen ohne Papiere. Vor allem nach Deutschland. Bei der Erfassung durch die Behörden geben sie selber eben mal ihren(?) Namen, ein Geburtsdatum und den Geburtsort an. Darauf lautend bekommen sie dann entsprechende Papiere ausgestellt. Also eine Identität auf Basis der eigenen Angaben. Ganz offiziell.

Diese Praxis ist eigenartig und hierzulande ziemlich einzigartig. Mir fällt nur eine Institution ein, die früher ähnlich verfuhr: die Fremdenlegion. Und dieses Konzept war ja für seinen Zweck jahrelang ein sehr großer Erfolg. Neben den Rambos kamen so vor allem die Verbrecher, die Mörder und Vergewaltiger für weniger schöne "Einsätze". Und es gab naturgemäß einen gesicherten Nachschub solcher "Flüchtiger". Mit brutaler Disziplin wurden sie zu einer Truppe zusammengeschweißt und auf den Schlachtfeldern der Welt verheizt.

Die Aufnahmekriterien der Legion wurden erheblich verschärft. Schwerverbrecher will man nun dort keine mehr haben. Die Flüchtigen müssen also umdisponieren. Stellt sich die Frage: wie und wohin? Wohin gehen Mörder und Vergewaltiger ohne Hoffnung auf Zukunft, solche üblen Gesellen, die sich nirgendwo mehr blicken lassen können? Hat jemand eine Idee? Gibt es einen Ort, wo jeder Zuflucht findet?

Nein, natürlich nicht Deutschland. Wir alle wissen doch, wer da kommt, wenn ein ordentlicher Staat wie unser ohne Kontrolle alle Menschen aufnimmt und versorgt: Das sind in aller Regel Ärzte mit einer Frau und vielen Kindern! Zumindest wurde uns das lange Zeit so erzählt, auf allen Kanälen, monatelang. 

Womit wir schon beim geschundenen Syrien wäre. Dort haben die mittelalterlichen Barbarenhorden ihren Dschihad verloren. In der Provinz Idlib hockt der letzte Rest, mordet, vergewaltigt und betet sich noch immer wund. Die anderen sind tot oder...

Die ehemalige Kapitänin der Sea-Watch, Maritimes Museum Barcelona, Spanien, 10. September 2019.

Ja, wo eigentlich? Weiß das jemand? In der Fremdenlegion sind sie nicht, das kann ich versichern. Ohne Papiere kommt man da nicht mehr so leicht unter. Und durchgeknallte Fanatiker nehmen die nicht, geschweige denn Mörder.

Also wo?

Und was ist mit all den Gaunern, den Berufsverbrechern, Betrügern, Schlägern, Vagabunden und Gescheiterten auf den Straßen dieser Welt? Gibt es für die auch eine Rettung? Eine irdische Verheißung, wo alle Sünden vergeben werden? Wo man ein neuer Mensch wird, dazu noch ein Dach über dem Kopf, Internet und Taschengeld?

Ja, diesen Ort gibt es! "Neue Menschen" werden dort jedoch erst einmal nur auf dem Papier geschaffen. Denn alle, die kommen, bringen vor allem nur sich selber mit. Sie sind nicht so, wie wir sie gerne hätten, nicht so, wie das Fernsehen sie zeigt. Nicht so, wie Carola sie sieht. Sie sind so, wie sie sind. Bevor sie zu uns kamen.

Wenn man seine Grenzen öffnet, wenn man sagt "Alle sind willkommen!", wenn man für den Unterhalt aller aufkommen will und dazu eben mal unüberprüfbar neue Identitäten verteilt, dann zieht man zwangsläufig auch die Schlimmsten an. Ob man das wahrhaben möchte, oder nicht. Dann kommen Leute, die nicht einmal die Fremdenlegion mit der Kneifzange anfassen würde! Und zwar alle, die es schaffen.

Bei uns bekommen auch die eine neue Identität und Unterschlupf. Seit 2015 herrscht in Deutschland quasi "Generalamnestie" auch für alle gestrandeten Verbrecher dieser Welt. So sind wir in kürzester Zeit zu einem gelobten Land geworden. Ein geschichtlich vollkommen einzigartiges Ereignis! Wer unsere Grenze übertritt, dem wird vergeben. Egal wem, egal wofür.

In Deutschland gibt es heute mehr als doppelt so viele offene Haftbefehle wie Plätze in Haftanstalten. Die übrigens schon alle belegt sind. Das ist ein großes Problem. Wen soll man jetzt noch einsperren, wenn man ihn auffinden kann? Wie lauten dafür die Prioritäten?

Es hat Gründe, warum gerade gefasste Kaufhausdiebe am nächsten Tag schon wieder erwischt werden. Und weshalb Drogendealer mit fünf Identitäten am nächsten Tag schon wieder an "ihrer" Ecke stehen. Dass bereits zuvor dreimal gefasste Schläger ein nächstes Opfer berauben oder misshandeln können, oder beides. Der Staat hat ganz einfach keine freien Kapazitäten mehr! Keine Polizisten, keine Staatsanwälte, keine Richter, keine Zellen. Bewährung, eingestellt, Verfahren eingestellt, noch einmal Bewährung, Bewährung, wieder eingestellt.

Und nein, es war es NICHT "schon immer" so. Früher war es die Ausnahme und ein Skandal, wenn vor der Schule gedealt wurde. In den Bahnhöfen wurde nicht getreten und vor Züge "geschubst". Belästigung, Erniedrigung, Körperverletzung. Vergewaltigung – ja, sicher, das machen auch deutsche Männer. Und in deterministischer Verblendung gehen die Apologeten des Wahnsinns davon aus, das Opfer wäre vielleicht so oder so vergewaltigt geworden, auch ohne dass man allen Vergewaltigern, die es über die Grenze schaffen, die Absolution erteilt und einen monatlichen Scheck für ein neues Leben überreicht.

Angriffe mit Messern, Schraubenziehern, Gürteln, wer kann noch all das zählen? Die Leichen türmen sich, bildlich gesprochen. Überall Massenschlägereien mit Baseballschlägern, Äxten und neuerdings sogar mit Straßenschildern. Schießereien, Ehrenmorde, hin und wieder ein Terroranschlag. Dazu Clans, Migrantengangs, Revierkämpfe, noch eine No-go-Area. In großen Städten werden ganze Stadtteile von kriminellen Parallelgesellschaften beherrscht. Wir haben es mit einem ausgewachsenen Kontrollverlust zu tun! Und der Staat ist vollkommen machtlos. Kein Geld und kein Personal, alles kaputt gespart. Eigentlich der Alptraum einer jeden Regierung.

Jetzt gibt es aber kein zurück mehr. Man kann die Not bestenfalls zur "Tugend" erklären. Gesagt, getan: Aus Unfähigkeit wird "Haltung". Das Chaos wird dann eben "bunt". Opfer fassen wir kaum verschämt unter "Verwerfungen" zusammen. Dazu ein Gläschen Moët und wem was nicht passt, dem schmeißen wir die Scheiben ein und zünden sein Auto an. Auf keinen Fall darf sich die Einsicht durchsetzen, dass hier eines der reichsten und sichersten Länder der Welt in Grund und Boden gerammt wird. Von Besserwissern und Hochstaplern ohne die Realitätssinn. Ein unvergleichliches Versagen.

Gefeierte Blender wie Carola Rackete sind das letzte Stadium. Sie vollführen an Deck der Titanic noch ein paar letzte Kunststückchen, der ultimative Salto Mortale. Applaus, Applaus, und doch hat ihre Nummer ein Netz und einen doppelten Boden. Und selbstverständlich wartet gen Sonnenuntergang auch ein goldenes Rettungsboot auf sie. Es ist ein Etikettenschwindel. Gern so genannte "Gutmenschen" feiern sich als gute Menschen.

Unten im Maschinenraum spielt sich das reale Leben ab, ohne Glitzer-Schminke und Scheinwerfer. Da schwimmen auch der Unrat und die Kacke. "Verwerfungen" sind hier mehr als nur ein Euphemismus. Einen doppelten Boden gibt es dort auch nicht und das praktisch unerreichbare Rettungsboot heißt "Lotto". Hier werden die Kohlen geschaufelt, vornehmlich von alten, weißen Männern. Damit der ganze Dampfer fährt und man in der Ersten Klasse mit warmem Wasser das Klo spülen kann. Solange das noch funktioniert, ist ja auch alles noch gut.

Das Wetter ist super: Eisberg voraus!

Ab jetzt kämpft Carola Rackete übrigens gegen den "Klimawandel". Die große Luxuskreuzfahrt ihres Lebens wird dann demnächst sicherlich CO2-neutral. Sie kann es sich ja leisten. Carola hätte natürlich lieber vorher noch ein paar mehr gerettet. Oder alle? Noch ein paar Schwerverbrecher dazu und dann irgendwo abladen, sollen sich doch die dort dann darum kümmern.

Aber geschenkt. "Seenotrettung" – das war ja so ein Hype von Mitte 2019. Noch zwei Jahre, dann wird womöglich auch der "Klimawandel" schon wieder "retro" sein. Momentan ist der aber echt voll angesagt! Und ich kann sie schon hören. Hört Ihr es auch? Die Rufe! Die Bühne! Der Jubel! Es geht los: Carola! Carola! Carola! 

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