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Lange Warteschlangen: Einwohner von Lugansk beantragen russische Pässe

Lange Warteschlangen: Einwohner von Lugansk beantragen russische Pässe
Eine lange Warteschlange von Menschen, die die russische Staatsbürgerschaft beantragen wollen, bildete sich am Donnerstag in der ostukrainischen Stadt Lugansk, nachdem der russische Präsident Wladimir Putin ein Dekret unterzeichnet hatte, das es den Bewohnern der Regionen Donezk und Lugansk erlaubt, die russische Staatsbürgerschaft im beschleunigten Verfahren zu beantragen.

"Es ist sehr wichtig für mich. Und trotz allem, auch bei Regen oder Schnee, würde ich in der Schlange für diesen Pass stehen. Es ist sehr wichtig für mich", sagte ein Einwohner von Lugansk.

"Danke an die Russische Föderation und Wladimir Wladimirowitsch Putin für ein solches Geschenk zu Ostern, dem 1. Mai. Wir haben lange darauf gewartet, fünf Jahre", sagte ein anderer Bewohner.

"Wir haben sehr darauf gewartet und sind stolz darauf, dass Wladimir Wladimirowitsch uns dieses Dekret gestern geschenkt hat. Wir sind glücklich. Wir sind überwältigt von Stolz, dass wir endlich sagen können, dass wir Teil der Russischen Föderation und des russischen Volkes geworden sind, weil wir genau das sind", sagte eine Bewohnerin.

Am Mittwoch unterzeichnete Putin ein Dekret zur Vereinfachung des Verfahrens zur Erlangung der russischen Staatsbürgerschaft für Donbass-Bewohner, das er "eine rein humanitäre Angelegenheit" nennt. Putin stellte fest, dass Moskau "keinen Wunsch hat, Probleme für die neuen ukrainischen Behörden zu schaffen".

Der scheidende ukrainische Präsident Petro Poroschenko und der gewählte Staatschef Wladimir  Selenskij haben das Dekret inzwischen verurteilt. Poroschenko nannte das Dekret "die beispiellose Einmischung Russlands in die inneren Angelegenheiten eines unabhängigen Staates".

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