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Schlagabtausch zwischen USA und Russland im UN Sicherheitsrat

Schlagabtausch zwischen USA und Russland im UN Sicherheitsrat
Während der gestrigen Sitzung des UN-Sicherheitsrates lieferten sich der US-Außenminister Mike Pompeo und der russische Gesandte bei den Vereinten Nationen, Vasily Nebenzya, einen Schlagabtausch über die politische Lage in Venezuela.

Pompeo warf Russland vor, einen "illegitimen Mafia-Staat" zu unterstützen, um seine eigenen wirtschaftlichen Interessen zu fördern, und fügte hinzu, es sei "keine Überraschung, dass diejenigen, die ohne Demokratie in ihren eigenen Ländern regieren, versuchen, Maduro zu unterstützen".

Der US-Außenminister appellierte an die UN-Mitgliedstaaten, den selbsternannten Interimspräsidenten Juan Guaidó zu unterstützen, und forderte die Nationen im Rat auf, sich in dieser Frage "auf eine Seite zu stellen".

Keine Verzögerungen mehr, keine Spiele mehr. Entweder man steht zu den Kräften der Freiheit, oder man ist mit Maduro und seinem Chaos im Bunde", sagte Pompeo dem Rat.

Der russische Gesandte Wassily Nebenzya wiederum sagte, es sei klar ersichtlich, dass die USA an ihrer kolonialistische Haltung gegenüber Lateinamerika festhielten, die an die Monroe-Doktrin erinnere. Die USA trieben demnach "die venezolanische Gesellschaft an den Rand eines Blutbads".

Nebenzya prangerte die USA ebenso für ihre Einstellung gegenüber den lateinamerikanischen Ländern an, die von Washington als

eine Region von exklusivem Interesse für die Vereinigten Staaten behandelt wird, eine Art Hinterhof, in dem man alles tun kann, was man will, ohne die Interessen der dort lebenden Menschen zu berücksichtigen.

Auch Donald Trumps Aussage, wonach "alle Optionen auf dem Tisch liegen", wurde von Nebenzya aufgegriffen, der Pompeo darum bat, dem Sicherheitsrat zu erklären, ob die Vereinigten Staaten bereit seien, militärische Gewalt in Venezuela einzusetzen.

Die politische Situation in Venezuela ist unklar, nachdem sich der venezolanische Oppositionsführer und Chef der Nationalversammlung Juan Guaidó zum Interimspräsidenten ernannte.

Am Mittwoch verurteilte Maduro die Entscheidung einer Reihe von Ländern, Guaidó als amtierenden Präsidenten Venezuelas anzuerkennen, und brach die diplomatischen Beziehungen zu Washington.

Mehr dazu –  Dringlichkeitssitzung des UN-Sicherheitsrates: Russland mahnt, "Venezuela ist keine Gefahr"

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