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Deutschland: Berliner über Wirtschaftsaussichten nach Corona-Krise gespalten

Deutschland: Berliner über Wirtschaftsaussichten nach Corona-Krise gespalten
Zehn Jahre kannte die deutsche Konjunktur nur eine Richtung: nach oben. Auch das Jahr 2020 begann vielversprechend; dann erreichte die COVID-19-Pandemie Deutschland. Erstmals seit der Finanzkrise sinkt das deutsche Bruttoinlandsprodukt in einem Quartal um mehr zwei Prozent. Es ist der Auftakt einer Rezession. Berliner Bürger äußerten am Freitag gemischte Ansichten über das Potenzial der deutschen Wirtschaft, sich schnell von der Corona-Krise zu erholen.

Der März wurde abrupt zum Krisenmonat – Geschäfte mussten schließen, die Produktion wurde gedrosselt. 

"Ich denke, dass die Erholung trotz der Probleme schnell vonstattengehen wird, da es sich nicht um ein strukturelles Problem handelt. Es ist vielmehr ein künstlich geschaffenes Problem oder eines, das aus dem Virus resultiert. Deshalb glaube ich, dass es keine langfristige Rezession geben wird. Sie wird sich so schnell erholen, wie sie abgestürzt ist", sagte Felix Hagen, der von Beruf Personalvermittler ist.

Eine andere Passantin war sich jedoch weniger sicher bei der Geschwindigkeit einer möglichen Erholung. "Ich denke, dass dies eine Weile dauern wird. Wenn wir anfangen, die Maßnahmen zu lockern, könnten wir meiner Meinung nach verhindern, dass noch mehr Schaden entsteht. Aber das wird sich zeigen", sagte Susanne Harf.

Die deutsche Wirtschaft trat am Freitag offiziell in eine Rezession ein, nachdem das BIP in den ersten drei Monaten des Jahres 2020 im Vergleich zum Vorquartal um 2,2 Prozent geschrumpft war, was weitgehend auf die Auswirkungen des Ausbruchs von COVID-19 zurückzuführen ist. Im Vorquartal war die Wirtschaftsleistung nach revidierten Zahlen um 0,1 Prozent gesunken. Der Rückgang im ersten Quartal ist die schlimmste wirtschaftliche Kontraktion, die Deutschland seit der Finanzkrise 2008/2009 erlebt hat, und der zweitgrößte vierteljährliche Rückgang seit der deutschen Wiedervereinigung.

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