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Quartalsbericht: Deutsche Wirtschaft bricht in der Corona-Krise ein

Quartalsbericht: Deutsche Wirtschaft bricht in der Corona-Krise ein
Die Wirtschaftsleistung in Deutschland ist im ersten Quartal infolge der Corona-Krise eingebrochen. Das Bruttoinlandsprodukt schrumpfte gegenüber dem Vorquartal um 2,2 Prozent, wie das Statistische Bundesamt am Freitag in Berlin mitteilte.

In den drei Monaten zuvor war die deutsche Wirtschaft noch um 0,4 Prozent gewachsen, so die saisonbereinigten Zahlen des Statistischen Bundesamtes.

Es wird damit gerechnet, dass der Rückgang im zweiten Quartal dieses Jahres deutlich höher ausfällt, da die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie in diesem Zeitraum stärker durchschlagen. 

Vor dem Berlaymont-Gebäude, dem Sitz der Europäischen Kommission in Brüssel, wehen Flaggen der Europäischen Union.

Volkswirte der Deutschen Bank rechnen mit einem Einbruch des Bruttoinlandsproduktes im zweiten Vierteljahr im Vergleich zum Vorquartal um 14 Prozent.

Der Tiefpunkt der Krise dürfte mit dem April jetzt zwar hinter uns liegen, der Anstieg wird sich aber nur allmählich vollziehen, und von Normalität kann noch für längere Zeit keine Rede sein", sagte jüngst Stefan Kooths, Konjunkturchef am Institut für Weltwirtschaft.

Ökonomen der Förderbank KfW sagten Europas größter Volkswirtschaft "einen langen Weg aus dem Corona-Tal" voraus.

Im Euroraum war die Wirtschaftsleistung im ersten Quartal nach ersten Daten des europäischen Statistikamtes Eurostat um 3,8 Prozent geschrumpft. Es war der stärkste Rückgang im gemeinsamen Währungsraum seit Beginn der Erhebungen 1995.

Im Gesamtjahr rechnet die Bundesregierung mit der schwersten Rezession der Nachkriegsgeschichte. Das Bruttoinlandsprodukt dürfte demnach 2020 um 6,3 Prozent schrumpfen, auch wenn es im zweiten Halbjahr wieder aufwärts gehen sollte. In der weltweiten Wirtschafts- und Finanzkrise 2009 sank das Bruttoinlandsprodukt um 5,7 Prozent. Die weltweite Corona-Krise mit unterbrochenen Lieferketten belastet den deutschen Export, aber auch den privaten Konsum.

Die Angst vor Arbeitsplatzverlust und Kurzarbeit drückt auf die Stimmung der Verbraucher. Das Konsumklima sank nach Angaben der Nürnberger Marktforscher GfK jüngst auf einen historischen Tiefstand. Die Corona-Pandemie könnte die Kauflaune der Menschen noch längere Zeit beeinflussen: Jeder Dritte glaubt einer GfK-Befragung zufolge, dass sich seine finanzielle Situation in den nächsten zwölf Monaten verschlechtern wird.

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(dpa/rt)

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