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Trump würde Putin "natürlich" zum nächsten G7-Gipfel einladen

Trump würde Putin "natürlich" zum nächsten G7-Gipfel einladen
US-Präsident Donald Trump und Russlands Präsident Wladimir Putin beim Treffen in Helsinki am 16. Juli 2018
US-Präsident Donald Trump sagte, er werde den russischen Präsidenten Wladimir Putin "sicherlich" als Gast zum G7-Gipfel im nächsten Jahr einladen. Trump bemerkte jedoch, dass Putin als "stolzer Mensch" die Einladung vielleicht nicht annehmen würde.

Trump, der am Montag auf einer Pressekonferenz nach dem G7-Gipfel im französischen Biarritz vor Reportern sprach, sagte, dass er als Gastgeber des Gipfels im nächsten Jahr den russischen Führer "sicherlich" einladen würde.

Es gab viele Dinge, die wir besprochen haben, und es wäre einfach gewesen, wenn Russland im Raum gewesen wäre (…). Gestern haben wir über vier oder fünf Themen diskutiert, und Russland hatte buchstäblich mit all diesen (…) Themen zu tun", sagte der US-Präsident.

CDU-Außenpolitiker Norbert Röttgen, Düsseldorf, Deutschland, 13. Mai 2012

Vor sechs Jahren sei Putin noch im Raum gewesen, da Russland Mitglied des Kreises war, der damals noch als G8 bekannt war. Nach dem Ausbruch des Konflikts in der Ukraine und der Wiedervereinigung Russlands mit der Krim beschuldigte Präsident Barack Obama Moskau der "Verletzung des Völkerrechts". Was danach geschah, wurde im Westen als "Suspendierung" oder "Vertreibung" Russlands aus dem Club beschrieben, während Moskau sagte, dass der Rest der Gruppe einfach nicht zum geplanten G8-Treffen in Sotschi erschienen sei. Dieser sollte im Juni 2014 in der russischen Schwarzmeerstadt stattfinden, wurde aber von den jetzigen G7-Teilnehmern unter Ausschluss Russlands nach Brüssel verlegt. Dieser Ausschluss sollte andauern, bis "Russland seine Politik ändert".   

Trotz seiner Bereitschaft, den russischen Präsidenten zum Treffen 2020 "einzuladen", sagte Trump, dass Putin wahrscheinlich nicht als Gast teilnehmen wird.

"Das sind schwierige Umstände. Er war ein Teil der G8, und plötzlich ist er raus", erklärte Trump. "Das ist eine ziemlich schwierige Sache für ihn. Er ist ein stolzer Mensch."

Der US-Präsident hatte danach eine kurze verbale Auseinandersetzung mit einem Journalisten, weil er sagte, dass Obama von Putin "überlistet" wurde, als die Krim Russland beitrat.

Trump hatte bereits beim letztjährigen Gipfel auf die Möglichkeit einer Rückkehr Russlands hingewiesen, doch im Vorfeld der Veranstaltung an diesem Wochenende erklärte der französische Präsident Emmanuel Macron, dass es ein "strategischer Fehler" und ein Zeichen von "Schwäche" wäre, Putin in den Club "zurückzuholen".

Trump, der den Gipfel im nächsten Jahr während seiner Wiederwahlkampagne veranstaltet, wird seinen Wunsch, Putin wieder unter seinen ehemaligen Kollegen zu sehen, mit einer amerikanischen Presse in Einklang bringen müssen, die zweifellos "Absprache" schreien wird, sollte der russische Staatschef bei dem Gipfel in den USA erscheinen. Diesbezüglich sagte er auf der Konferenz in Biarritz:

Es ist mir politisch egal, ich werde zur Wahl kandidieren. (…) Ob ich gewinne oder nicht, ich muss das Richtige tun. Ich tue nichts aus politischen Gründen.

Inzwischen liegt eine Antwort aus Moskau vor. Kremlsprecher Dmitri Peskow legte sich nicht fest, ob Putin nächstes Jahr als Trumps Gast teilnehmen werde, sagte aber am Montag, dass es Russland "unmöglich" sei, sich auf Einladung "nur eines Landes" wieder der Gruppe anzuschließen.

Für Russland ist die Mitgliedschaft in der G7 oder die Rückkehr in die G7 kein Selbstzweck", sagte er vor Journalisten.

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