International

USA verzeichnen Fortschritte bei Gesprächen mit Taliban – Gewalt in Afghanistan dauert indes an

Die USA sprechen seit Juli 2018 mit Vertretern der Taliban über eine politische Beilegung des seit fast 18 Jahren dauernden Krieges. Nun berichtet der US-Sondergesandte für Afghanistan von wesentlichen Fortschritten. Die Gewalt in Afghanistan reißt allerdings nicht ab.
USA verzeichnen Fortschritte bei Gesprächen mit Taliban – Gewalt in Afghanistan dauert indes anQuelle: Reuters

Die Vereinigten Staaten haben nach sechs Verhandlungstagen mit Vertretern der radikalislamischen Taliban über Wege zum Frieden in Afghanistan von wesentlichen Fortschritten berichtet. Das Treffen in den vergangenen Tagen sei die bisher produktivste Sitzung gewesen, teilte der US-Sondergesandte für Afghanistan, Zalmay Khalilzad, am Samstagabend auf Twitter mit. Substanzielle Fortschritte seien in allen vier Punkten erzielt worden, über die die USA und die Taliban sprechen: Abzug der Truppen, Zusicherungen zur Terrorismusbekämpfung, Teilnahme der Taliban an innerafghanischen Gesprächen sowie eine Waffenruhe.

Die USA sprechen seit Juli vergangenen Jahres mit Vertretern der Taliban über eine politische Beilegung des seit fast 18 Jahren dauernden Krieges. Die aktuell laufende siebte Gesprächsrunde mit Zalmay Khalilzad hatte am 29. Juni begonnen. Sie war ursprünglich nur für drei Tage angesetzt. Dem US-Sondergesandten zufolge sollten die Gespräche am Sonntag und Montag pausieren, da in Doha ab Sonntag lange erwartete innerafghanische Gespräche stattfinden.

Bei der von Deutschland und Katar ausgerichteten "innerafghanischen Dialogkonferenz" sprechen rund 60 Afghanen über Wege zum Frieden – Vertreter der Taliban sowie Afghanen aus Politik, Gesellschaft und verschiedenen Regionen des Landes. Alle Eingeladenen nehmen an der "informellen Diskussion" als Privatpersonen teil. Das ist notwendig, da die Taliban sich weigern, mit Vertretern der Regierung in Kabul zu sprechen, die sie als Marionette des Westens ansehen.

Mehr zum ThemaMaas bekräftigt Unterstützung für den afghanischen Friedensprozess

Ungeachtet der laufenden Friedensgespräche dauert die Gewalt im Land weiter an. Am Sonntag sind bei der Explosion einer Autobombe in der südostafghanischen Provinzhauptstadt Gasni mindestens zwölf Menschen getötet worden. Die radikalislamischen Taliban reklamierten den Anschlag für sich. 

Örtlichen Medien zufolge seien unter den Getöteten acht Sicherheitskräfte und vier Zivilisten. Weitere 150 Menschen sollen Verletzungen erlitten haben. Die Autobombe sei in der Nähe einer Einrichtung des Geheimdienstes NDS detoniert. Man befürchte, dass die Zahl der Opferzahl noch steigen wird. (dpa)

Mehr zum ThemaFast 40 Tote bei Kämpfen in Afghanistan – darunter zwei US-Soldaten

Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.

Liebe Leser und Kommentatoren,

wir schätzen die Möglichkeit sehr, Ihnen mit der Kommentarfunktion eine Plattform zum gegenseitigen Austausch bieten zu können. Leider müssen wir diese Möglichkeit vorübergehend einschränken, bis effektive Mittel und Wege gefunden sind sicherzustellen, dass dieses Kommunikationsmittel nicht missbraucht wird.

Das Kommentieren auf unserer Website soll für alle so sicher und so wenig einschränkend wie möglich sein, bei alledem jedoch Hass, Hetze und Beleidigungen konsequent ausschließen.

Ihr RT DE-Team