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Ecuador will alle persönlichen Dokumente und Gegenstände von Julian Assange an USA übergeben

Ecuador will alle persönlichen Dokumente und Gegenstände von Julian Assange an USA übergeben
Der ecuadorianische Generalstaatsanwalt hat den Anwalt von Julian Assange darüber unterrichtet, dass Dateien, Computer und Mobiltelefone sowie andere Gegenstände des WikiLeaks-Gründers an die USA übergeben werden. Die Anwälte sehen hierdurch das Recht auf Verteidigung verletzt.

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Der WikiLeaks-Chefredakteur Kristinn Hrafnsson hatte erfolglos versucht, die Übergabe von Julian Assanges persönlichen Gegenständen an die Vereinigten Staaten zu verhindern. Die ecuadorianische Regierung gab mit dem Entscheid einem Antrag der USA auf Herausgabe selbiger statt. Sieben Jahre lang hatte sich der berühmteste Whistleblower in einem politischen Asyl in der ecuadorianischen Botschaft aufgehalten. Sein Aufenthalt endete mit der Verhaftung am 11. April. Ihm droht weiterhin die Auslieferung an die USA. 

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El Pais berichtet, dass die Durchsuchungen für den 20. Mai angesetzt wurden, und beruft sich dabei auf eine Mitteilung an Assanges Anwalt Carlos Poveda. Die USA stellen derzeit einen Fall zusammen, um Assange wegen Hackerangriffen auszuliefern. Seine Dateien, Computer, Mobiltelefone, Speichersticks, CDs und alle elektronischen Geräte, die bei den Durchsuchungen gefunden werden, werden den USA dabei nützlich sein. 

Die Akten von Assange enthalten Beweise für sensible Informationen, Gesprächsdokumentationen mit Anwälten und andere juristische Dokumente. Assanges Anwälte sehen ihm damit das Recht auf eine angemessene Verteidigung entzogen. Sie fürchten, dass diese Daten es den USA ermöglichen, "neue Anklagen zu erheben". Die Nachricht über die bevorstehende Übergabe kam aus heiterem Himmel, so der ecuadorianische Anwalt Poveda gegenüber RT Spanish:

Seitdem Herr Assange die Botschaft verlassen hat, wissen wir nicht mehr konkret, was in den Räumen passiert ist.

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Seine Anwälte fordern die Herausgabe der Aufzeichnungen der Videoüberwachung, nachdem Assange verhaftet worden war. Bis zum 12. Juni müssen die USA einen Auslieferungsantrag gestellt haben. Derzeit befindet sich Assange in einem britischen Hochsicherheitsgefängnis; vergangene Woche musste er zum ersten Mal vor einen Auslieferungsrichter. Dabei sagte er, er könne sich einer Auslieferung nicht hingeben, da er schlichtweg "Journalismus betreibe". 

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