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Boeing gesteht Software-Fehler als Ursache für 737-MAX-Abstürze ein

Boeing gesteht Software-Fehler als Ursache für 737-MAX-Abstürze ein
Amerikanische Luftfahrtermittler durchsuchen den Absturzort des der Ethiopian Airlines Flug ET 302, nahe der Stadt Bishoftu, südöstlich von Addis Abeba, Äthiopien, 12. März 2019.
Am Donnerstag wandte sich Boeing-CEO Dennis Muilenburg an die Öffentlichkeit. Nach dem Vorbericht zum Absturz von Ethiopian Airlines Flug 302 und verwies auf technische Ursachen der 737-MAX-Unfälle. Bisher hatte das Unternehmen ein Sicherheitsrisiko durch Software abgestritten.

Die vollständigen Einzelheiten darüber, was bei den beiden Unfällen passiert ist, werden von den Regierungsbehörden in den Abschlussberichten veröffentlicht, so Muilenburg. Aber mit der Veröffentlichung des vorläufigen Berichts über die Unfalluntersuchung des Fluges 302 der Ethiopian Airlines werde deutlich, dass bei beiden Flügen die Software verantwortlich für das Unglück war.

Nach zwei Boeing-Abstürzen mit insgesamt 346 Todesopfern steht der US-Konzern in der Kritik. Am Donnerstag lag der erste Unfallbericht zum jüngsten Unglück in Äthiopien vor und entlastete die Crew. Der Bericht unterstrich den Eindruck, mit dem Flugzeugtyp Boeing 737 Max etwas nicht stimmt.

Denn es passt zu den Vermutungen, die Experten bereits seit Wochen äußern. Nach Auswertung von Blackbox und Stimmenrekorder kommt Äthiopiens Unfalluntersuchungsbehörde in dem Bericht zu dem Schluss, dass die Piloten vor dem Absturz nach den Vorschriften des Flugzeugbauers gehandelt haben. Das entlastet die Crew.

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Der US-Hersteller stritt bislang jedoch ab, dass MCAS ein generelles Sicherheitsrisiko darstellt, arbeitet jedoch schon seit Monaten an einem Update. Nicht nur Boeing, auch die US-Luftfahrtbehörde FAA steht nach den Unglücken massiv in der Kritik. US-Ermittler untersuchen bereits, ob bei der Zulassung der 737-Max-Serie alles mit rechten Dingen zuging. Boeing hat traditionell einen engen Draht zur Aufsicht und durfte wesentliche Teile der Sicherheitsprüfungen selbst übernehmen. Der Hersteller steht laut US-Medien allerdings auch im Verdacht, bei der Zertifizierung Informationen unterschlagen zu haben. Sollte sich dies bestätigen, würde sogar strafrechtlicher Ärger drohen.

Im Zentrum der Kritik steht Boeings umstrittene Steuerungssoftware MCAS, die der Konzern extra für die 737-Max-Baureihe entwickelt hatte. Das Programm ist im vorläufigen Ermittlungsbericht zwar nicht explizit erwähnt, könnte jedoch wie schon beim Absturz in Indonesien auch in Äthiopien eine entscheidende Rolle gespielt haben. Boeing selbst räumte am Donnerstag ein, dass die Automatik beim Flug von Ethiopian Airlines durch falsche Sensordaten aktiviert wurde.

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