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China versus USA: Dating-App für Homosexuelle für Spionage des US-Militärs missbraucht?

China versus USA: Dating-App für Homosexuelle für Spionage des US-Militärs missbraucht?
Gay-Pride- und US-Flagge, Ann Arbor, Michigan, 26. Juni 2015
Die USA überprüfen zunehmend die Entwickler von Apps unter dem Vorwurf, dass diese US-Militär oder Geheimdienstpersonal ausspionieren könnten. In der Kritik steht nun eine Dating-App für Homosexuelle. Der chinesische Besitzer versucht, die Firma loszuwerden.

Die chinesische Firma für Spiele für Mobiltelefone Beijing Kunlun Tech Co., Ltd. versucht, ihre beliebte Dating-App Grindr LLC für die LGBT-Angehörigen zu verkaufen, nachdem das Committee on Foreign Investment in the United States (CFIUS) Bedenken über deren chinesische Besitzer geäußert hat. Es informierte die Firma Kunlun, dass ihr Besitz an der in West Hollywood ansässigen Firma Grindr ein nationales Risiko darstelle, so berichtete Reuters und beruft sich auf zwei Quellen, die nicht namentlich genannt werden wollen.

Die US-Senatoren Edward Marken und Richard Blumenthal schickten im letzten Jahr einen Brief an Grindr und forderten Antworten auf die Frage, wie die App private Nutzer vor Datenmissbrauch von chinesischer Seite schütze. Die Partnerbörse zählte bis 2017 rund 27 Millionen Nutzer. Die App sammelte die Daten der Nutzer bezüglich des Wohnorts, deren Nachrichten und auch den HIV-Status der Nutzer. Dies jedoch nur im Rahmen der Datenschutzrichtlinie.

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Beijing Kunlun Tech Co., Ltd. ist benannt nach dem gleichnamigen Berg bzw. der Gebirgskette aus der chinesischen Mythologie. Ein Symbol, das die Achse zwischen Welt und Göttlichkeit darstellt. Einen weltlichen Fehler machte das chinesische Unternehmen allerdings, nachdem es Grindr 2016 und 2018 übernahm, ohne die Übernahme zur Prüfung beim CFIUS eingereicht zu haben.

Die Einreichung zur Prüfung beim CFIUS ist freiwillig. 2016 zahlte Kunlun 93 Millionen Dollar für Grindr. Verkauft werden soll Grindr nun mittels einer Auktion. Den Verkaufsprozess leitete die Investmentbank Cowen Inc. Ein ähnliches Schicksal ereilte die China National Aero-Technology bei dem Versuch, den Flugzeugteilehersteller Mamco zu übernehmen.

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