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Sozialforscher: Russland kann in Venezuela seine soziale Intelligenz zeigen

Sozialforscher: Russland kann in Venezuela seine soziale Intelligenz zeigen
Der russische Präsident Wladimir Putin schenkt dem venezolanischen Presidenten Nicolás Maduro das russische Buch über seinen Amtsvorgänger Hugo Chávez während eines Arbeitstreffens in Brasilien am 17. Juli 2014.
Während die USA in Venezuela militärisch eingreifen wollen, bietet Russland seine Vermittlung im Konflikt zwischen Maduro und der Opposition an. Diese Rolle sei eine Ressource Russlands, die im Westen verkannt bleibe, so ein Sozialforscher aus Wien.

Daniel Witzening, der Leiter des Humaninstituts in Wien, hat in einem Interview mit Radio-Sputnik über die Rolle Russlands im Sinne der sozialen Intelligenz gesprochen. Diese hilft, andere zu verstehen, mit ihnen umzugehen und in Beziehungen weise zu handeln. Russland habe durch den Afghanistan-Krieg und den Zusammenbruch der Sowjetunion sehr viel gelernt, sagte Witzeling.

Man hat verstanden, dass, nur Druck auszuüben und sich gleich irgendwo als Weltmacht einzumischen, nicht intelligent ist", so der Diplom-Psychologe.

Der russische Außenminister Sergej Lawrow

Russland ziehe sich im Sinne der sozialen Intelligenz zurück, so Witzening, beobachte und werde dann auch als Vermittler schauen, die Menschen nicht im Stich zu lassen.

Wenn wir uns die Vorfälle im Nahen Osten in der vergangenen Zeit anschauen, sieht man, wie man viel verbrannte Erde hinterlassen kann. Zwar hat Russland oft im Westen ein negatives Image, was ganz falsch ist, handelt es doch vorsichtig und sensibel. Russland weiß, wie viel es auch zu verlieren hätte, wenn es viel dominanter auftreten würde", sagte der Sozialforscher.

Putin führe seine Handlungen wie ein Schachspieler aus, so Witzeling weiter, emotional und sozial intelligent. Seit dem Jahr 2000 habe er die längste Erfahrung als Staatsführer in diesem Bereich. Die Situation in Venezuela sei sehr schwer, weil Präsident Maduro unter Druck geraten sei und der Gegenkandidat sehr stark sowohl von der Europäischen Union als auch von den USA unterstützt werde.

Der Psychologe regt an: "Russland müsste einen respektvollen Ausstieg für Maduro schaffen oder eine Lösung finden, wo jeder sein Gesicht, auch die Unterstützer von Maduro, behalten kann. Wenn einer als Verlierer aus dem Spiel aussteigt, wird auch der künftige Präsident nicht der Gewinner sein, weil die Konflikte im Land weitergehen und eine ganze Region destabilisiert ist. Da muss man mit sehr starkem Fingerspitzengefühl vorgehen. Vielleicht kann Wladimir Putin mit Donald Trump reden, auch mit der EU, um zu sagen, es geht um das Land und nicht um Machtinteressen von Russland, USA oder anderen großen Playern."

"Und so viel Geld kann man in dem Land gar nicht machen, dass es das Gegenteil aufwiegen würde, Destabilisierung einer Region zur Folge zu haben", sagte Witzeling und wies auf die eingangs ausssichtslose Situation in Syrien hin – das Land, aus dem der Krieg nun fast verschwunden ist und nun, nach einer Kombination aus militärischem, humanitärem und diplomatischem Engagement Russlands, der Aufbau beginnt.

Mehr zum Thema - Marschbefehl nach Hause: Leben in Syrien am Ende des Krieges

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