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David Malpass - Ein "Globalisierungskritiker" als Chef der Weltbank?

David Malpass - Ein "Globalisierungskritiker" als Chef der Weltbank?
Der Mann hinter Trumps Wirtschaftspolitik? David Malpass (r.) während einer Veranstaltung im Roosevelt-Raum des Weißen Hauses am 6. Februar 2019 in Washington, DC, USA.
Trumps Favorit für den Chefposten bei der Weltbank, David Malpass, ist ein erfahrener Ökonom und ein über 40 Jahre erprobter Strippenzieher im politischen Betrieb. Jetzt soll er die Weltbank führen. Fürchten muss sich vermutlich vor allem China.

US-Präsident Donald Trump hat den 62-Jahre alten Ökonom David Malpass als neuen Präsidenten der Weltbank vorgeschlagen. Malpass, bisher als Staatssekretär im Finanzministerium tätig, soll Jim Yong Kim ersetzen, der Ende Januar überraschend sein Amt an der Spitze der Organisation niedergelegt hatte. "Nachdem ich Gespräche mit vielen Interessenten geführt habe, wusste ich, dass David die richtige Person ist", sagte Trump am Mittwoch in Washington.

Das letzte Wort haben die Gremien der Weltbank, der 189 Mitgliedsländer angehören und die vor allem Projekte zur Armutsbekämpfung unterstützt. So hatte die Bank erst kürzlich einen Aktionsplan im Umfang von 200 Milliarden Dollar für die Jahre 2021 bis 2025 vorgelegt, mit dessen Hilfe sich arme Länder besser auf die Folgen des Klimawandels vorbereiten können sollen. Die Entscheidung zu der Personalie könnte im April fallen. Eine schlagkräftige Opposition gegen den größten Anteilseigner der Weltbank gilt als unwahrscheinlich.

Iranische 50 Rial-Scheine.

Traditionsgemäß stellen die USA den Präsidenten der Weltbank, während die Schwesterorganisation, der Internationale Währungsfonds (IWF), von einem Europäer geführt wird. Derzeit ist dort die Französin Christine Lagarde an der Spitze. Allerdings hatte es zuletzt laute Rufe nach einer Reform dieser Regelung gegeben. Den US-internen Auswahlprozess habe Finanzminister Steven Mnuchin gemeinsam mit Präsidententochter Ivanka Trump geführt, verlautete aus dem Weißen Haus.

Malpass hatte sich in der Vergangenheit kritisch zu multilateralen Organisationen geäußert. Doch wer nun einen Globalisierungsgegner als "Trojanisches Pferd" bei der Weltbank erwartet, irrt. Malpass war unter anderem in den Jahren von 1993 bis 2008 Chefökonom bei Bear Stearns, einer global tätigen Investmentbank, die 2008 im Umfeld der Finanzkrise an JPMorgan Chase verkauft wurde. Zuvor arbeitet er auch für multinationale Beratungsunternehmen wie Arthur Andersen. Von daher ist es eher unwahrscheinlich, dass er sich plötzlich als Feind globaler Kapitalströme erweist. Wer sich jedoch Sorgen machen dürfte, ist vermutlich Peking. Malpass steht China und dessen Infrastrukturinitiative ("Seidenstraßen-Initiative") äußerst kritisch gegenüber. In China wird befürchtet, dass Kredite der Weltbank für von Peking dominierte Projekte in Entwicklungsländern künftig sparsamer fließen.

Malpass hatte zuletzt an einer Reform der Weltbank mitgewirkt, die unter anderem eine Kapitalerhöhung um 13 Milliarden Dollar beinhaltet. Die USA hatten der Kapitalerhöhung lange Zeit skeptisch gegenübergestanden. In den Verhandlungen erwirkte das Team um Malpass, dass die Kreditvergabe der Bank künftig stärker auf sehr arme Länder zugeschnitten wird. Aufstrebende Volkswirtschaften wie China sollen weniger profitieren.

Die USA befinden sich mit China in einem heftigen Handelskonflikt. Malpass gehört der US-Verhandlungsdelegation an, die in der nächsten Woche nach China reisen wird, um den Konflikt beizulegen und ein Abkommen auszuhandeln.

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(rt deutsch/dpa)

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