International

Millennials gesucht: Britische Armee lockt mit neuer Werbung "Koma-Zocker" und "Selfie-Süchtige" an

Die britische Armee steht wegen ihres neusten Werbespots in der Kritik, von dem sie sich eine deutliche Auffüllung ihrer Reihen erhofft. Die Werbung zielt auf junge Briten ab und appelliert an "Millenials", sich für den Militärdienst zu entscheiden.
Millennials gesucht: Britische Armee lockt mit neuer Werbung "Koma-Zocker" und "Selfie-Süchtige" anQuelle: Reuters

Die Werbekampagne spielt mit den gängigsten Stereotypen über die sogenannte Generation Z, zu der junge Menschen im Alter zwischen 16 und 25 Jahren gehören. Doch anstatt Kritik werden solche Eigenschaften wie Leidenschaft für Computerspiele und Besessenheit mit Smartphones als Vorteile dargeboten, die sie für eine Karriere in den Streitkräften geeignet machen. "Ich-Ich-Ich-Millennials, eure Armee braucht euer Selbstvertrauen" und "Schneeflocken, eure Armee braucht euer Mitgefühl" lauten die Slogans auf den Werbeplakaten der British Army.

Ein TV-Werbespot zeigt hingegen eine junge Mitarbeiterin eines Supermarkts, die von ihren Kollegen unterschätzt wird und ihr Potenzial nicht richtig nutzen kann. Die Szenen des tristen Nebenjobs wechseln sich mit Ausschnitten aus dem Alltag britischer Soldaten ab, die humanitäre Hilfe leisten und sonstige militärische Aufgaben erfüllen.

Zahlreiche Internet-Nutzer bemängelten die Werbekampagne wegen ihrer Fahrlässigkeit und hinterfragten die Botschaft, die sie vermittelt.

Trotz ihrer enormen Versuche, mehr junge Briten zum Militärdienst zu bewegen, scheitert die britischen Armee bis heute daran, die nötigen Rekrutenzahlen zu erreichen. Auch die Unterstützung des britischen Privatunternehmens Capita mit einem 495 Millionen Pfund (knapp 550 Millionen Euro) teuren Vertrag konnte die Lage nicht grundsätzlich ändern. Inzwischen wurde die Summe des Vertrags auf 677 Millionen Pfund (mehr als 750 Millionen Euro) erhöht. Bezüglich des für das Jahr 2020 angestrebten Ziels von 82.500 fertig ausgebildeten Soldaten und 30.000 Reservisten muss sich das britische Militär aber momentan mit einer lediglich 77.000 Mann starken Armee zufriedengeben.

Mehr zum ThemaUS-Armee mit Nachwuchsproblem: 6.500 neue Rekruten fehlen dieses Jahr

Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.

Liebe Leser und Kommentatoren,

wir schätzen die Möglichkeit sehr, Ihnen mit der Kommentarfunktion eine Plattform zum gegenseitigen Austausch bieten zu können. Leider müssen wir diese Möglichkeit vorübergehend einschränken, bis effektive Mittel und Wege gefunden sind sicherzustellen, dass dieses Kommunikationsmittel nicht missbraucht wird.

Das Kommentieren auf unserer Website soll für alle so sicher und so wenig einschränkend wie möglich sein, bei alledem jedoch Hass, Hetze und Beleidigungen konsequent ausschließen.

Ihr RT DE-Team